FLVW-SCHIEDSRICHTER

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Die „Talentschmiede“ des FLVW

Gingen durch das Perspektivteam: Yannik Rupert, Selim Erk und Leonidas Exuzidis. | Foto: David Hennig

Seit dreizehn Jahren ist es das Ziel junger Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, für das Perspektivteam des Verbandes nominiert zu werden. Denn das sogenannte „PT“ dient häufig als Sprungbrett in die DFB-Spielklassen.

Liest man die Namen der westfälischen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter auf der DFB-Liste, wird schnell klar, dass diese vor einigen Jahren auch noch auf einer anderen Liste auftauchten: Sören Storks, Thorben Siewer, Florian Exner, Nadine Westerhoff, Kathrin Heimann oder Vanessa Arlt sind hier nur einige Beispiele. Alle haben eines gemeinsam: Sie waren Mitglieder des westfälischen Perspektivteams.

Kein Wunder, dass Michael Liedtke, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) nicht müde wird, die Wichtigkeit der „Talentschmiede“ zu unterstreichen, in der sich Storks, Siewer, Westerhoff und viele weitere westfälische Top-Schiedsrichter in den Jahren ihrer Zugehörigkeit stetig weiterentwickelt haben.Denn genau dies ist das Ziel des im Jahr 2006 gegründeten Perspektivteams: Junge und talentierte Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen an höhere Spielklassen, möglichst bis an die DFB-Ligen, heranzuführen. Dabei werden Saison für Saison junge, vielversprechende Sportlerinnen und Sportlern mit gezielt im „PT“ gefordert und gefördert, um diese gezielt weiterzuentwickeln.

Talentierten Schiedsrichternachwuchs fördern

Doch in den erlesenen Kreis der Nachwuchsschiedsrichter werden nur junge Talente mit Perspektive aufgenommen. Wer in den Beobachtungsspielen, Lehrgängen und Überprüfungen auf Verbandsebene stetig herausragende Leistungen abliefert, gerät schnell auf den Radar des VSA. Um dem ehrgeizigen Ziel in höheren Spielklassen zu pfeifen näher kommen zu können, müssen die Mitglieder des „PT“ einiges mitbringen und investieren. Dabei sind regelmäßiges Lauf- und Regeltraining unerlässlich. Mehrmals im Jahr müssen die jungen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter ihre Fitness bei Überprüfungen im SportCentrum Kamen•Kaiserau unter Beweis stellen. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Unparteiischen um sich weiterzubilden, Erfahrungen auszutauschen und sich auf ihre Spielleitungen vorzubereiten.

Der wichtigste Punkt im Förderkonzept ist jedoch die systematische Betreuung und ein intensives Coaching der Nachwuchs-Referees. Denn die eigentliche Arbeit findet Woche für Woche auf den Sportplätzen statt. Sie werden von qualifizierten und eigens ausgebildeten Coaches vor, während und nach dem Spiel betreut. In ausführlichen Analysen werden die Spielleitungen detailliert besprochen, Stärken und Schwächen herausgearbeitet, sowie Tipps für zukünftige Spielleitungen gegeben. Zusätzlich hat jedes Mitglied des „PT“ einen festen persönlichen Ansprechpartner, der über die gesamte Saison als „Coach“ zur Verfügung steht und selbst Erfahrungen aus den höchsten Klassen mitbringt.

Dabei sind im Perspektivteam Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter von der Bezirks- bis zur Regionalliga vertreten. Nach einem Jahr in der Regionalliga scheiden die Referees schließlich aus und werden auf WDFV- bzw. DFB-Ebene weiter betreut.

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