Premiere vor der Fernsehkamera

Premiere vor der Fernsehkamera

Der allererste Pfiff als Schiedsrichter – ein sicher aufregender Moment für den erst 20-jährigen Constantin Reuber. Die Partie zwischen der Spielvereinigung Niederndorf und dem TSV Siegen war seine Premierenpartie als Unparteiischer: Und Constantin wurde dabei von einem Kamerateam des Westdeutschen Rundfunks (WDR) begleitet.

Keine zwei Wochen zuvor folgte Constantin noch aufmerksam den Regelausführungen erfahrener
Verbandsschiedsrichter und legte erfolgreich mit weiteren 15 Teilnehmern seine Prüfung ab. Mit 20 Jahren zählte er bereits zu den älteren Teilnehmern, lag der Altersdurchschnitt doch bei lediglich 17 Jahren.

Schon vor dem Spiel war die Stimmung gelöst und locker.
Schon vor dem Spiel war die Stimmung gelöst und locker.

Constantin Reuber bringt als langjähriger Kicker beste Voraussetzungen für das Schiedsrichterwesen mit. „Ich bin schon etwas nervös und hoffe, dass alles gut funktioniert“, so Constantin vor dem Spiel in der Kabine. Von Verbandsbeobachter Paul Ulrich Werthenbach, Ausbilder für angehende Schiedsrichter, gibt es vor dem Spiel noch letzte Instruktionen. „Denk daran, der erste Pfiff ist entscheidend. Laut, lang und deutlich. Bei kleineren Vergehen kurz, bei härteren Vergehen länger und deutlicher.“

In der Partie des Tabellenzweiten gegen den Tabellenvierten der B-Junioren-Kreisliga hat Constantin hier und da einige knifflige Entscheidungen zu treffen. Immer genauestens beobachtet, nicht nur vom Kamerateam des WDR. „Wichtig ist vor allem die richtige Beurteilung der Zweikämpfe nach Regel 12. Das gelingt Constantin schon ganz gut“, lobt Werthenbach.

Ein kleiner Fehler unterläuft Constantin dann doch: Ein Spieler mit blutender Nase muss außerhalb des Spielfeldes behandelt werden. Unbemerkt vom Schiedsrichter kehrt er auf den Platz zurück. In der Halbzeitpause dann die erste Manöverkritik, die bis auf die nicht gegebene Verwarnung überwiegend positiv ausfällt.

Der Bericht über Constantin wurde in der WDR-Lokalzeit gesendet.
Der Bericht über Constantin wurde in der WDR-Lokalzeit gesendet.

In der zweiten Halbzeit wird das Spiel ruppiger, Constantin hat alle Hände voll zu tun. Doch er behält die Übersicht und spricht auch erste Verwarnungen aus. Der Beobachter sieht den 20-Jährigen auf dem richtigen Weg: „Seine Entscheidungen kommen immer zügig und schnell. Das führt zu einer guten Akzeptanz bei den Spielern.“ Nach dem Spiel ist Constantin die Erleichterung regelrecht ins Gesicht geschrieben. „Ich bin froh über jedes Spiel, das kommt. Die Chancen, die ich bekomme, möchte ich gut nutzen und so weit wie möglich kommen.“

Bilder und Bericht: Pascal Emrich

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Lohmann gibt Debüt als Kreislehrwart

Lohmann gibt Debüt als Kreislehrwart

Premiere für Jan Lohmann: Der Landesliga-Referee in Diensten des SV Preußen Borghorst aus dem Kreis Steinfurt hat in diesem Monat zum ersten Mal einen Anwärterlehrgang als Kreislehrwart erlebt. Der 24-Jährige pfeift selbst aktiv in der Landesliga und ist somit mittendrin statt nur dabei.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht. Das lag hauptsächlich an den Anwärtern, die haben super mitgemacht“, zog Lohmann ein erstes kleineres Fazit. Die Situation war für Lohmann nicht gänzlich neu, denn bereits zuvor konnte er bei kreisinternen Lehrgängen, wie beispielsweise einem Assistenten-Lehrgang, praktische Erfahrungen sammeln. Lohmann: „Ich fühle mich nun aber nicht anders, nur weil ich offiziell Lehrwart bin.“

Da Lohmann selbst noch regelmäßig Spiele leitet, weiß er, worauf es bei der Vermittlung ankommt. „Ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass die Schiedsrichterei, wie auch viele andere Bereiche im Leben, ein Nehmen und Geben ist„, sagt er. Auch er habe in seinen Anfangsjahren an der Pfeife wertvolle Tipps von erfahrenen Referees erhalten und diese in der Praxis dann umgesetzt. Deshalb sei es eine Selbstverständlichkeit, den Nachwuchs nun zu fördern und zu unterstützen. Lohmann: „Allerdings darf der Fokus nicht nur auf den jungen Schiris liegen, sondern genauso auf der Unterstützung aller anderen Schiris im Verständnis und in der Auslegung der Regeln.“

Sieben Neue sind dabei

Zudem erfreulich: Sieben Schiedsrichter haben die von Lohmann durchgeführte Anwärterprüfung erfolgreich gemeistert. Zwei weitere potentielle Schiedsrichter müssen lediglich noch die läuferische Prüfung ablegen. „Das ist hoffentlich reine Formsache“, sagte Tim Fauseweh vom Steinfurter Kreisschiedsrichterausschuss. Somit haben die Steinfurter nun insgesamt 130 aktive Referees. Fauseweh: „Leider immer noch zu wenig.“

 

 

Anwärterlehrgang vor der Eiersuche

Anwärterlehrgang vor der Eiersuche

Die Faulenzen geriet im Kreis Steinfurt während der Osterfeiertage in den Hintergrund. Denn der Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) bot über zwei Tage einen Intensiv-Lehrgang für Anwärter an. Mit Erfolg: Acht neue Gesichter dürfen die Steinfurter in ihre Schiedsrichter-Gilde aufnehmen.

An nur zwei Tagen wurde den Anwärtern das komplette Regelwerk beigebracht und erläutert. Nach jedem einzelnen Kapitel überprüfte Lehrwart Christian Schmees den Stoff mit gezielten Regelfragen. Neben künftigen Schiedsrichtern waren auch Trainer anwesend, um das Regelwerk besser zu verstehen. „Dieser Lehrgang war bewusst für die Trainer- als auch für die Schiedsrichterausbildung gedacht“, erklärte Tim Fauseweh, der im Steinfurter KSA für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Am Karsamtag fand die Überprüfung statt. Besonders erfreulich sei es, dass vermehrt junge Leute den Weg zum Anwärterlehrgang gefunden haben. In den letzten Jahren seien die meisten Anwärter zwischen 16 und 18 Jahre alt gewesen, so Fauseweh. Und nach der abgelegten Prüfung konnten die Anwesenden dann doch auf Eiersuche gehen. (le)

Zuwachs in Gelsenkirchen

Zuwachs in Gelsenkirchen

Der Kreis Gelsenkirchen darf sich über einen Zuwachs in seiner Schiedsrichtervereinigung freuen: 15 Anwärter haben den Frühjahrslehrgang erfolgreich absolviert und dürfen von nun an Spiele leiten. Neun weitere Anwärter haben zudem die Chance, im Mai auf den Schiedsrichter-Zug zu springen.

Die steigende Gewalt auf den Sportplätzen ist auch am Kreis Gelsenkirchen, der ebenso die Städte Gladbeck und Kirchhellen umfasst, nicht spurlos vorbeigegangen. Laut Ulrich Sabellek vom Kreisschiedsrichterausschuss Gelsenkirchen (KSA) sei es in letzter Zeit vermehrt zu Abmeldungen von Schiedsrichtern gekommen. „Das hatte zur Folge, dass nicht alle Fußballspiele mit neutralen Spielleitern besetzt werden konnten“, erklärte Sabellek. Ein weiterer Indikator für den Schiedsrichter-Mangel im Kreis: Allein neun Vereine können derzeit keinen einzigen Schiedsrichter stellen.

Aus diesem Grund ist es für den KSA umso erfreulicher, mindestens 15 neue Schiedsrichter an der Pfeife begrüßen zu dürfen. Wie gewohnt wird den Neu-Referees in ihren ersten Spielen ein Pate zur Seite stehen. Ulrich Sabellek sieht aber besonders die Vereine in der Pflicht: „Wir erwarten von den Vereinen einen fairen Umgang mit den neuen Spielleitern. Es müssen den neuen Referees auch Fehler zugestanden werden.“ Denn der jüngste Neu-Schiedsrichter ist gerade einmal 13 Jahre alt. (le)

 

25 Neu-Schiedsrichter in Herne

25 Neu-Schiedsrichter in Herne

Der Kreisschiedsrichterausschuss Herne hat in den vergangenen Wochen 25 neue Schiedsrichter ausgebildet. Die Referees haben am vergangenen Samstag ihre Prüfung bestanden und werden in den kommenden Wochen auf den Plätzen in Herne und Castrop-Rauxel ihre ersten Spiele bestreiten können.

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Lehrwart Gregor Werkle bringt den Anwärtern die Regeln näher | Foto: David Hennig

„Dank der 25 neuen Schiedsrichter werden wir ab sofort wieder mehr Spiele im Jugendbereich besetzen können. In den vergangenen Monaten hatten wir große Probleme bei den Ansetzungen in der E- und D-Jugend“, erklärt Gregor Werkle, Lehrwart im Kreisschiedsrichterausschuss (KSA). Dies lag aus Sicht des KSA insbesondere an der Anhäufung von Beleidigungen und Gewalt gegen junge Schiedsrichter auf den Sportplätzen. Viele Referees hatten in Folge dessen aufgehört. „Die Lage hat sich etwas gebessert. Gerade bei den Anwärtern ist es aber wichtig, dass die gesamte Fußballgemeinschaft ihnen bei den ersten Spielen den Weg erleichtert“, sagt Werkle. Schließlich seien die jüngsten Prüflinge gerade einmal 13 Jahre alt.

Im Gegensatz zu seinen jungen Kollegen ist für den 26-jährigen Neu-Schiedsrichter Timo Gerberding Kritik an Schiedsrichtern jedoch nichts Neues. Der ehemalige Bezirksligaspieler stand lange Zeit auf der anderen Seite. Aufgrund von Knieproblemen kann er seine aktive Fußballerlaufbahn allerdings nicht fortsetzen. Die Schiedsrichter-Tätigkeit gibt ihm die Chance, dem Fußball weiterhin verbunden zu bleiben. „Ich habe mich als Spieler oft über Schiedsrichter geärgert. Nun möchte ich zeigen, dass ich es besser kann und dem Fußball etwas zurückgeben“, sagt Gerberding selbstbewusst. Auch der KSA freut sich über seinen Perspektivwechsel. „Ehemalige Spieler haben häufig ein gutes Spielverständnis. Ich bin froh, dass Timo sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Vielleicht macht das Beispiel ja Schule“, so Werkle.

Lehrgang in der Kreisgeschäftsstelle in Herne | Foto: David Hennig
Lehrgang in der Kreisgeschäftsstelle in Herne | Foto: David Hennig

Doch auch für weniger talentierte Fußballer bietet die Schiedsrichterei eine Möglichkeit, aktiver Bestandteil des Spiels zu werden. Ein gutes Beispiel dafür ist Maurice Smialkowski, der als Lehrgangsbester die Prüfung bestand und sich durch den Zeitungsaufruf des KSA zum Lehrgang anmeldete. „Ich bin begeistert von den Bundesliga-Schiedsrichtern und habe mich daher schon immer für das Schiedsrichterwesen interessiert“, begründet der 19-jährige Herner seinen Schritt – einen Schritt in ein neues Hobby, das freilich stärkere Herausforderungen bereithält als die Einstiegsprüfung. „Die interessanten Aufgaben warten noch auf unsere Neulinge“, erklärt Werkle, der an Eltern, Betreuer und Trainer appelliert, gerade in der Anfangszeit fair und sportlich mit den neuen Schiedsrichtern umzugehen. (dh)

35 neue Referees im Kreis 1

35 neue Referees im Kreis 1

Nach acht Lehrgangsabenden schlossen im Kreis Ahaus-Coesfeld 35 Teilneher ihren Lehrgang zum Fußballschiedsrichter erfolgreich ab. Vorher wurden bei der Prüfung in Ottenstein sowohl die körperliche Fitness, als auch die erlangten Regelkenntnisse unter Beweis gestellt.

Lehrgangsleiter Christoph Dastig war mit dem Verlauf des Lehrgangs zufrieden: „Die Gruppe war engagiert und konzentriert bei der Sache, da sind einige junge Talente dabei.“ Mit einem weinenden Auge sah er allerdings, dass von den ursprünglich über 50 Meldungen eine größerer Teil die Ziellinie nicht erreicht hat: „Bei einigen fehlte es leider an der nötigen Fitness oder Regelsicherheit. Andere haben wohl nach ein paar Terminen gemerkt, dass das Amt doch nicht so gut zu ihnen passt.“

Einige der Neu-Schiedsrichter werden sich mit jungen 14 Jahren auf den hiesigen Fußballplätzen beweisen müssen. Gestandene Fußballer aus dem Kreis waren jedoch ebenfalls unter den Teilnehmern, die die sich so nach Ihrer aktiven Karriere weiter im Fußball engagieren können. Talent und Engagement vorausgesetzt, winkt gerade den jüngeren Schiedsrichtern – neben einer Aufbesserung des Taschengeldes – in Zukunft der Weg in höhere Spielklassen. „35 neue Schiedsrichter sind schon eine stolze Zahl“, freut sich Christoph Hanck, Vorsitzender der Schiedsrichter im Kreis. „Wir freuen uns, dass die Vereine hier so engagiert auf die Suche gegangen sind.“ (dh)

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