Aufsteiger zur Saison 2016/2017

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Am Ende jeder Spielzeit wird nicht nur über die Auf- und Absteiger unter den Mannschaften entschieden. Auch für die Schiedsrichter in den Verbandsspielklassen fallen am Saisonende traditionell die Entscheidungen. Am heutigen Dienstag tagte der Verbandsschiedsrichterausschuss im SportCentrum Kaiserau und gab am Abend die Aufsteiger von der Landes- bis zur Oberliga bekannt.

Der VSA nominierte mit Marcel Benkhoff, Julian Engelmann, Björn Sauer (zus. neuer Regionalliga-SRA), Tobias Severins, Felix Weller (zus. neuer Regionalliga-SRA) und Marian Zabell (zus. neuer Regionalliga-SRA) sechs neue Referees für die Oberliga Westfalen.

In die Verbandsliga steigen folgende Schiedsrichter auf: Vanessa Arlt, Lars Bramkamp, Julius Bussemeier, Tristan Eppelt, Leonidas Exuzidis, Timo Gansloweit, Patrick Holz, Dennis Joseph und Benno Verhaag.

In der Landesliga werden in der kommenden Saison folgende Unparteiische zum Einsatz kommen: Gerrit Breetholt, Inan Bulut, Gürhan Celik, Maximilian Dolch, Pascal Emrich, Timo Franz-Sauerbier, Tim Jarczyk, Cengiz Kabalakli, Jana Klaaßen, Kevin Langenströer, Johannes Liedtke, Nikolai Mester, Philipp Polifka und Jasmina von Gratowski.

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Das DFB-Emblem auf der Brust

Das DFB-Emblem auf der Brust

Wer Annika Paszehr in den letzten Wochen begegnete, erlebte eine äußerst gut gelaunte Schiedsrichterin. Kein Wunder, denn die 21-Jährige aus Schwerte ist zur Saison 2013/2014 zur DFB-Schiedsrichterin aufgestiegen, darf nun in der 2. Bundesliga der Frauen pfeifen.

„Ich war so überrascht, dass ich nur noch glücklich rumgelaufen bin. Und natürlich fühle ich mich sehr geehrt, dass ich die Chance bekomme, mich in der zweiten Liga zu zeigen“, sagt Annika Paszehr. Nein, damit gerechnet hatte sie nicht. Schließlich war die junge Unparteiische in der vergangenen Saison erst frisch als Assistentin in die 1. Frauen-Bundesliga aufgestiegen. Erst eine Zeit lang assistieren, dachte sich die 21-Jährige, und dann würde vielleicht in den kommenden Jahren der nächste Schritt in die zweite Liga folgen. Doch letztlich ging es schneller: Paszehr darf in der Saison 2013/2014 bereits das grüne DFB-Emblem auch als Schiedsrichterin auf der Brust tragen.

Seit 2007 ist Annika Paszehr als Schiedsrichterin aktiv. Anfangs liefen Fußball und Schiedsrichterei nebenher, bis sie ein Kreuzbandriss außer Gefecht setzte. Sie blieb trotzdem am Ball und griff 2008 erneut an. Mit 18 Jahren pfiff Paszehr ihr erstes Männerspiel. Dann ging es recht schnell: der Aufstieg in die Bezirksliga, die Nominierung ins Perspektivteam und Landesliga-Einsätze folgten. In den Frauenspielklassen ging es von 2011 an auch Jahr für Jahr weiter aufwärts. Natürlich wurde das Hobby mit dem Sprung in den DFB-Bereich deutlich zeitintensiver. Die Schwerterin ist nicht mehr nur vor der Haustür unterwegs, sondern bereist Spielorte in ganz Deutschland. „Deshalb muss man auf jeden Fall Spaß daran haben – ohne den könnte ich das nicht“, sagt Paszehr. Frühe Anreise und Übernachtungen gehören bei den Spielleitungen dazu.

DFB-Schiedsrichterin Annika Paszehr | Foto: David Hennig
DFB-Schiedsrichterin Annika Paszehr | Foto: David Hennig

Freie Zeit für Hobbys, Familie und Freunde

Daneben müssen Privatleben, Studium und Sport unter einen Hut gebracht werden. Sie studiert Grundschullehramt im vierten Semester. Zum Wintersemester plant Paszehr einen Wechsel auf Sportpsychologie. „Ich möchte auch in diesem Bereich später gerne mit Kindern zusammenarbeiten“, erzählt die junge Schiedsrichterin. Bereits jetzt trainiert sie unter der Woche als Übungsleiterin Kinder beim Turnen. Überhaupt dreht sich im Leben der Studentin ein großer Teil um Sport. Ihre freie Zeit verbringt sie gerne mit Familie und Freunden. „Ich singe auch sehr gerne im Dortmunder Kammerchor. Aber das ist aus zeitlichen Gründen kaum noch möglich“, sagt Paszehr. Das Wochenende steht ohnehin ganz im Zeichen des Fußballs.

Die DFB-Spielklassen kennt Paszehr seit 2011 von der Seitenline, jetzt möchte sie jedoch auch einen guten Start auf dem Spielfeld hinlegen. „Es ist ja schon etwas anderes, dort einzulaufen und plötzlich die Schiedsrichterin in der Mitte zu sein. Immerhin ist es Bundesliga.“ Deshalb ist auch die Vorbereitung auf die Saison eine andere. Der Medizincheck in der Sportklinik Hellersen gehörte erstmals zum Pflichtprogramm für die junge DFBSchiedsrichterin. „Ich wusste überhaupt nicht, was auf mich zukommt“, erzählt sie. Der Vorbereitungslehrgang für die DFBSchiedsrichterinnen wird vom 2. bis 4. August in Stuttgart stattfinden – natürlich mit den obligatorischen Regelund Lauftests. Ab dem 7. September wird es dann ernst, denn dann startet die 2. Frauen-Bundesliga in die neue Saison.

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