Liedtke auf dem Verbandstag wiedergewählt

verbandstag2016

Der neue westfälische Schiedsrichter-Chef ist auch der alte: Michael Liedtke wurde auf dem Verbandstag am 4. Juni in Gütersloh vor 141 Delegierten und zahlreichen Gästen für eine weitere Legislaturperiode zum Vorsitzenden des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) gewählt.

Michael Liedtke
Michael Liedtke

Der 56-jährige Schwelmer wird gemeinsam mit seinem Team die Arbeit somit bis 2019 im Sinne der westfälischen Unparteiischen fortsetzen. Im Geschäftsbericht des VSA blickte Michael Liedtke auf eine erfolgreiche erste Legislaturperiode mit zahlreichen Aufsteigern in die regionalen und bundesweiten Spielklassen zurück. „Die Erfolge gebühren den jeweiligen Schiedsrichtern selbst, aber der jetzige VSA und seine Vorgänger haben Weichen gestellt und sich unermüdlich für die Fortbildung und Verbesserung des Umfeldes im Schiedsrichterbereich eingesetzt“, so Liedtke. Auch aufgrund dessen sprachen Liedtke die anwesenden Delegierten mit überzeugender Mehrheit erneut das Vertrauen aus.

Walaschewski neuer FLVW-Präsident
Der neue FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski bei seiner Antrittsrede | Foto: FLVW
Der neue FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski bei seiner Antrittsrede | Foto: FLVW

Der neue Verbandspräsident ist für die westfälischen Schiedsrichter ebenfalls kein Unbekannter: Gundolf Walaschewski vertrat über drei Legislaturperioden von 2004 bis 2013 als Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses die Interessen der Spielleiter im Beirat und dem Präsidium und war zudem zwischen 1989 und 2004 Lehrwart im Verband. Der 63-jährige hatte zudem drei Jahre den Vorsitz des Verwaltungsrates inne bis er 2013 den Vorsitz des Ausschusses für Vereins- und Verbandsentwicklung übernahm. Walaschewski folgte auf Hermann Korfmacher, der zum Ehrenpräsidenten des FLVW ernannt wurde.

Ehrenring für Hans Voß
Hans Voß
Hans Voß

Eine besondere Ehre wurde auf dem Verbandstag zudem einem weiteren Unparteiischen zuteil: Hans Voß aus dem Kreis Münster erhielt den Ehrenring – die höchstmögliche Auszeichnung des Verbandes – für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Kreis und im Verband. Der 87-jährige kümmerte sich im erweiterten Mitarbeiterstab des VSA unter anderem um die Trainerausbildung im SportCentrum Kaiserau. Insgesamt über 30 Jahre saß Voß in der Lehrgangsleitung und brachte angehenden Coaches das Regelwerk näher. Auch bei den Wochenlehrgängen für Westfalens Nachwuchsschiedsrichter wirkte der ehemalige DFB-Schiedsrichter bis zum vergangenen Jahr an der Seite von Peter Müller mit.

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FLVW erhöht Schiedsrichterspesen

FLVW erhöht Schiedsrichterspesen

Das Präsidium des FLVW hat auf Antrag des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) eine Neuregelung der Auslagenerstattung für Schiedsrichter beschlossen. Mit Beginn der Saison 2014 / 2015 am 1. Juli 2014 erhalten die westfälischen Schiedsrichter für ihre Spielleitungen in der Landes- und Verbandsliga drei Euro mehr. In der Oberliga werden die Spesen um zehn Euro angehoben. Weitere punktuelle Anpassungen wurden auf Verbandsebene auch im Juniorenbereich vorgenommen.

„Im Seniorenbereich erfolgte eine Spesenerhöhung in allen Klassen, um den erhöhten Aufwand unserer sehr gut ausgebildeten und motivierten Schiedsrichter annähernd auszugleichen. Deshalb wurden auch im Juniorenbereich punktuelle Anpassungen vorgenommen, um dem gestiegenen Aufwand in einigen Klassen gerecht zu werden“, sagte Michael Liedtke, Vorsitzender des VSA. Liedkte begrüßte die positive Entscheidung der Verbandsgremien und lobte die problemlose Zusammenarbeit mit dem Verbandsfussball- und dem Verbandsjugendausschuss. Auch im Vergleich mit den Nachbarverbänden habe Westfalen nun aufgeschlossen.

Die Schiedsrichter wird es freuen: In der Oberliga gibt es beispielsweise zukünftig 50 Euro für den Schiedsrichter, die Assistenten erhalten 30 Euro. In der Verbandsliga kommen bei Schiedsrichtern und Assistenten jeweils drei Euro oben drauf: 38 und 23 Euro erhalten Unparteiische künftig in der 6. Liga. In der Landesliga werden in der neuen Saison 33 Euro ausgezahlt, Assistenten bekommen 22 Euro. Die neue Spesenliste wird in den kommenden Tagen auf der Homepage des FLVW eingestellt. Eine Übersicht gibt es bereits hier:

SR-Spesensätze ab Saison 2014/2015
Senioren SR SRA
Oberliga Westfalen € 50,00 € 30,00
Westfalenliga € 38,00 € 23,00
Landesliga € 33,00 € 22,00
Bezirksliga € 25,00 € 15,00
DFB-Pokalspiele (überkreislich) höhere Liga/max OLW höhere Liga/max.OLW
F-Spiele höhere Liga/max OLW höhere Liga/max OLW
F-Spiele gegen Lizenzverein höhere Liga/max OLW höhere Liga/max OLW
Frauen  SR  SRA
Verbandsliga € 23,00 € 16,00
Landesliga € 20,00
Bezirksliga € 18,00
DFB-Pokalspiele (überkreislich) € 23,00 € 16,00
F-Spiele höhere Liga/max.VL höhere Liga/max.VL
Junioren  SR  SRA
A-J-Westfalenliga € 26,00 € 13,00
A-J-Landesliga € 20,00 € 10,00
A-J-Bezirksliga € 15,00 € 8,50
A-J-Pokal € 20,00 € 10,00
B-J-Westfalenliga € 20,00 € 10,00
B-J-Landesliga € 15,00 € 8,50
B-J-Bezirksliga € 12,00 € 7,00
B-J-Pokal € 15,00 € 8,50
B-Jinnen Westfalenliga € 13,00 € 8,50
B-Jinnen Bezirksliga € 10,00 € 7,00
B-Jinnen-Pokal € 13,00 € 8,50
C-J-Landesliga € 12,00 € 7,00
C-J-Bezirksliga € 10,00 € 6,00
U 14 Spielrunde € 10,00 € 6,00
C-J-Pokal € 12,00 € 7,00
D-J Nachwuchsrunde € 10,00 € 6,00
U-14 Nachwuchscup
U-17
F-Spiele Spesen höhere Liga, max. 26,00 € Spesen höhere Liga, max. 13,00 €
Beobachter
OL Westfalen € 12,00
Westfalenliga – Bezirksliga € 10,00
Bei Anreise und Spielausfall beträgt der Spesensatz 75 %.

 

Sperre für Gelbsünder

Sperre für Gelbsünder

Das ein oder andere Foul sollten sich Kicker in der kommenden Saison zwei Mal überlegen, denn nach der jeweils fünften gelben muss künftig ein Spiel ausgesetzt werden. Somit zieht die fünfte gelbe Karte ab der Saison 2014/2015 im westfälischen Seniorenfußball eine Spielsperre nach sich. Grundlage ist die Änderung der Rechts- und Verfahrensordnung (RuVO) durch den Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV), nach der laut Paragraph 9 der RuVO die drei Mitgliedsverbände eine solche Spielsperrre einführen können.

„Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wird die Änderungen bereits zur neuen Saison in allen Seniorinnen- und Seniorenklassen umsetzen“, kündigte Reinhold Spohn auf flvw.de an. Der Vorsitzende des westfälischen Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) hatte sich als Mitglied im WFLV-Fußballausschuss für die Spielsperre eingesetzt. Bislang hatte die Anzahl der gelben Karten im Amateurfußball keine Folgen.

Bereits in der zurückliegenden Saison hat der FLVW im Seniorenbereich die Sperre nach gelb-roter Karte eingeführt. Der administrative Aufwand für Vereine, Schiedsrichter und Funktionäre ist dabei gering. Dank des flächendeckend eingeführten Elektronischen Spielberichts können persönliche Strafen problemlos nachgehalten werden. „Wir möchten durch die neue Regelung die Kartenflut eindämmen“, sagte Reinhold Spohn. Er hofft dadurch auf ein Umdenken und mehr Fairplay auf den westfälischen Fußballplätzen.

Bekenntnis zum Amateurfußball

Bekenntnis zum Amateurfußball

„Unsere Amateure. Echte Profis“ lautet das öffentliche Bekenntnis zum Amateurfußball, das zukünftig auf den Trikots von Spielern und Schiedsrichtern in ganz Westfalen sichtbar wird. Mit einem Ärmellogo (Badge) wollen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) ein Zeichen für den Amateurfußball setzen und den Leitgedanken der Amateurfußballkampagne in Westfalen sichtbar nach außen tragen.

Die Logos des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des FLVW bilden zusammen mit dem Slogan das Motiv für die Badgets, die auf dem Trikotärmel aufgebracht werden. Anfang März begann der FLVW im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Westfalen SPORT-Stiftung mit der Ausgabe der Embleme an seine Kreise. Die ersten Badges wurden bereits an die Auswahlmannschaften und die Vorsitzenden der Kreisschiedsrichterausschüsse übergeben. Weitere Ärmelembleme werden bei zahlreichen Auftaktveranstaltungen in den einzelnen Kreisen ausgegeben. Dort erhalten dann wiederum jeder der knapp 5.000 Schiedsrichter und jede der 17.546 westfälischen Mannschaften die Logos.

 

Eine moderne Ausrichtung

Eine moderne  Ausrichtung

Der neue Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) heißt Michael Liedtke. Der langjährige Beisitzer und Stellvertreter von Gundolf Walaschewski übernahm nach dem Verbandstag die Rolle an der Spitze der westfälischen Schiedsrichter. David Hennig unterhielt sich mit dem neuen Vorsitzenden über die Ausschussarbeit, Mitarbeiter und Kernthemen.

Michael, was ändert sich als Ausschussvorsitzender jetzt für Dich?

Michael Liedtke: Nach meiner Wahl, aber auch in den letzten Wochen davor bekam ich deutlich mehr Anfragen zum Schiedsrichterbereich. Viele Telefonate und eine größere Anzahl an E-Mails gehören jetzt zu meinem Alltag. Dies betrifft insbesondere allgemeine Fragen zum Schiedsrichterwesen. Die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Gremien im Verband und seinen Kreisen wird jetzt deutlich intensiver erfolgen und natürlich in dieser Form eine Veränderung darstellen. Die letzten Jahre war ich meist im Hintergrund tätig, seit meiner Wahl zum Verbandsschiedsrichterobmann habe ich den Hut auf, wie man so schön sagt.

Was wirst Du von Deinem Vorgänger Gundolf Walaschewski übernehmen? Was wirst Du vielleicht anders machen?

Michael Liedtke: Eines vorweg: Gundolf hat für das Schiedsrichterwesen in Westfalen Herausragendes geleistet. Er hat mit seinem Team in den letzten neun Jahren diesen Bereich modernisiert und verantwortungsvoll den notwendigen Gegebenheiten Rechnung getragen. Genau diese moderne Ausrichtung der Ausschussarbeit will ich fortsetzen, natürlich immer wieder hinterfragen und bei erkannter Notwendigkeit auch entsprechende Änderungen vornehmen.

Dein „Wunschteam“ wurde im Amt bestätigt. Was zeichnet Deine Ausschussmitarbeiter aus?

Michael Liedtke: Meine berufenen Ausschussmitglieder zeichnet sowohl hohe soziale als auch fachliche Kompetenz aus. Dies wird, da bin ich mir sicher, den Schiedsrichtern, den Vereinen und auch dem Verband gut tun. Die Berufung von Simone Horn ist zur Stärkung des Frauenfußballs erfolgt und hatte keinerlei „Quotengründe“. Auch dies soll die moderne Ausrichtung des Ausschusses nochmals unterstreichen.

Was ist Dir in der gemeinsamen Ausschussarbeit wichtig?

Michael Liedtke: Offenheit und ein ehrliches Miteinander sind mir bei der Zusammenarbeit besonders wichtig. Mit den Mitgliedern meines Teams arbeite ich bereits seit Jahren zusammen und deshalb kann ich sagen, dass diese Voraussetzungen bei dieser Besetzung des Verbandsschiedsrichterausschusses ganz sicher gewährleistet sind.

Welche Themen liegen Dir besonders am Herzen?

Michael Liedtke: Das „Wir-Gefühl“ unter den Schiedsrichtern zu fördern, die Kommunikation mit anderen Gremien zu verbessern und die Stärkung des Schiedsrichterwesens durch eine Veränderung der Außendarstellung sind mir besonders wichtig. Darüber hinaus möchte ich für alle ein vertrauensvoller Ansprechpartner sein.
Vielen Dank!  

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