Gelsenkirchen dankt seinen engagierten Referees

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Im Rahmen der DFB-Aktion „Danke Schiri“ wurden auf dem März-Schulungsabend Sedef Eyeoglu (Schiedsrichterin), Cengiz Kabalakli (Schiedsrichter U50) und Jürgen Loos (Schiedsrichter Ü50) von VKSA Frank Kaczmarczik für ihr großartiges Engagement geehrt.

Sedef Eyeoglu | Foto: Friedhelm Ostrowski
Sedef Eyeoglu | Foto: Friedhelm Ostrowski

Sedef Eyeoglu ist seit vier Jahren Schiedsrichterin und ist aktiv bis zur Herren-Bezirksliga und Damen-Regionalliga. Als Assistentin wird sie in der B-Juniorinnen-Bundesliga eingesetzt. Außerdem lud der Verband Eyeoglu bereits zu Sichtungsturnieren nach Duisburg und Kamen eingeladen. Neben ihren Spielleitungen ist die Unparteiische als Betreuerin für Jungschiedsrichter tätig. Ihre soziale Kompetenz zeigte sie auch in der Schule, u.a. als Klassensprecherin. In ihrer Freizeit gab sie unentgeltlich Nachhilfe für lernbenachteiligte Kinder.

Cengiz Kabalaki | Foto: Friedhelm Ostrowski
Cengiz Kabalaki | Foto: Friedhelm Ostrowski

Cengiz Kabalakli ist seit dreieinhalb Jahren Schiedsrichter und überzeugt in seinen Bezirksligaspielen bereits die Verbandsbeobachter. Aufgrund seiner guten Leistungen darf der Nachwuchsreferee in den Osterferien an einem Nachwuchslehrgang in Berlin teilnehmen. Auch Kabalaki ist auf Kreisebene als Betreuer für Jungschiedsrichter aktiv. „Er ist sehr engagiert, zuverlässig und hilfsbereit“, sagt sein Schiedsrichterchef Frank Kaczmarczik. Er meldete sich freiwillig als Schiedsrichter für ein Turnier des Rotary Clubs, bei dem 13000 € für die Flüchtlingshilfe Gladbeck zusammen kamen. Er war Schülersprecher und ist aktuell Stufensprecher der Jahrgangsstufe 12 am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium. Seine soziale Kompetenz hat er in der Schule noch als „Sporthelfer“ unter Beweis gestellt. Bei schulischen sportlichen Aktivitäten zum Beispiel in den Pausen organisieren die Helfer die Wettkämpfe. Nach dem Abitur soll ein Studiengang beginnen.

Jürgen Loos | Foto: Friedhelm Ostrowski
Jürgen Loos | Foto: Friedhelm Ostrowski

Jürgen Loos liegt die Schiedsrichterei im Blut. Seit 28 Jahren pfeift er auf den Sportplätzen in Gelsenkirchen. Bis zum Erreichen der Altersgrenze war Loos in der Bezirksliga fast 25 Jahre tätig. „Alle Spieleeinteiler schätzen an Jürgen, dass er kaum Spiele zurückgibt und jedes Jahr fast 100 Spiele der Alten Herren, der Kreisligen, der Jugend und im Schulsport leitet, teilweise unter der Woche um 8 Uhr morgens. Er ist zu jeder Zeit, auch kurzfristig, einsatzbereit. Er ist ein würdiger Vertreter für die Aktion ‚Danke Schiri‘“, erklärte Kaczmarzcik.

 

 

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Gelsenkirchener unterstützen Spendenaktion

Gelsenkirchener unterstützen Spendenaktion
Vor dem Anstoß: Carsten Ziemek vom Autohaus Tiemeyer , Milun Zujevic, Klaus-Peter Klein und Frank Kaczmarczik | Foto: SrVg. Gelsenkirchen
Vor dem Anstoß: Carsten Ziemek vom Autohaus Tiemeyer , Milun Zujevic, Klaus-Peter Klein und Frank Kaczmarczik | Foto: SrVg. Gelsenkirchen

Die Schiedsrichtervereinigung Gelsenkirchen unterstützte mit einem Schiedsrichterteam das Benefizspiel zwischen Mitarbeitern des Autohauses Tiemeyer gegen die Schalker Traditionself in der altehrwürdigen Glückaufkampfbahn im Rahmen der Aktion „Schalke hilft“. Das Schiedsrichterteam mit Milun Zujevic, Klaus-Peter Klein und Frank Kaczmarczik brachte 172 Lebensjahre und über zehn Jahrzehnte Schiedsrichtererfahrung mit und hatte keine Probleme, das „flotte“ Spiel zu leiten. Das Ergebnis von 16:5 war jedoch eher Nebensache, stand der gute Zweck im Vordergrund: Insgesamt wurden 3.800 Euro zur Unterstützung von Flüchtlingen in Gelsenkirchen erspielt. In der dritten Halbzeit diskutierten die Unparteiischen mit den anwesenden Zuschauern über das Spiel, die Glückauf Kampfbahn sowie den aktuellen Bundesligafußball und das Schiedsrichterwesen.

Kreis 12: Plus 24

Kreis 12: Plus 24

Der Kreis Gelsenkirchenfreut sich über 24 neue Schiedsrichter, die kürzlich erfolgreich ihre Prüfung bestanden haben. 20 Teilnehmer kamen aus Gelsenkirchen, vier aus Gladbeck. Der jüngste Teilnehmer war 13 Jahre alt, der älteste im Kurs 49 Jahre.Der Schiedsrichterobmann Frank Kaczmarczik hofft, dass die neuen Kollegen dem Fußballkreis lange erhalten bleiben.  Um den Einstieg als Referee zu erleichtern, werden die „Neuen“ bei ihren ersten Spielen von erfahrenen Spielleitern als Paten begleitet. „Leider sind die Abmeldungen von Schiedsrichter in letzter Zeit sehr massiv gewesen. Das hatte zur Folge, dass nicht alle Fußballspiele mit neutralen Spielleitern besetzt werden konnten“, sagte Ullrich Sabellek, Beisitzer im KSA. Im Kreis 12 gibt es insgesamt 11 Vereine, die keinen Schiedsrichter stellen. (dh)

Zurück nach Portugal

Zurück nach Portugal

Die Begegnung Preußen Sutum II gegen SV Horst08 III sollte das letzte Ligaspiel des Gelsenkircheners Antero Amorin Rodrigues sein. Der 67-jährige kehrte nach 41 Jahren in Deutschland wieder in seine portugiesische Heimat zurück, wo er nicht mehr als Schiedsrichter tätig werden wird. Frank Kaczmarczik, der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, und Ansetzer Dieter Kiepert verabschiedeten Rodrigues vor seinem letzten Kreisliga A-Spiel.

Der gelernte Bäcker aus der Nähe von Lissabon hat in Bochum 32 Jahre in der Produktion bei Opel gearbeitet. Als Schiedsrichter war Rodrigues unter anderem sechs Jahre in der Bezirksliga für seinen Verein Centro Portugies bis zu deren Auflösung tätig. Die letzten zehn Jahre seiner 26 Jahre, fünf Monate und fünf Tagen alten Schiedsrichterkarriere war er für den FC Gladbeck als Referee aktiv.

Seine Wohnung in Gelsenkirchen will er jedoch nicht auflösen und noch für gelegentliche Besuche der beiden Töchter in Deutschland nutzen. Weihnachten will er seine Wahlheimat wieder besuchen. (dh)

Mehr als nur „Schiedsrichter-Verwaltung“

Mehr als nur „Schiedsrichter-Verwaltung“

Ein Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) leistet in der Regel mehr als die reinen Verwaltungsaufgaben. Doch agiert der Ausschuss meist eher im Hintergrund: Neben der Einteilung der Unparteiischen zu den Spielen zählen auch die Aus- und Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und weitere Dienstleistungen für Schiedsrichter und Vereine zum breiten Aufgabenspektrum. Kein Wunder also, dass sich ein Ausschuss auf Kreisebene aus sieben bis acht Mitgliedern zusammensetzt. Im Kreis Gelsenkirchen kümmern sich beispielsweise ein Vorsitzender, vier Beisitzer und drei Lehrwarte um die Belange der Unparteiischen und der Vereine.

Dass letztlich ein Schiedsrichter kommt, wenn die 22 Akteure am Wochenende oder gar unter der Woche gegen den Ball treten wollen, ist dem Verwaltungsaufwand der Ansetzer in den Ausschüssen geschuldet. „An jedem Wochenende werden im Kreis Gelsenkirchen über 200 Spiele angesetzt. Da müssen die Ansetzer natürlich schauen, dass das irgendwie passt. Zu einem Spitzenspiel muss dann auch ein entsprechend qualifizierter Schiedsrichter kommen“, beschreibt Frank Kaczmarczik, Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses, die allwöchentliche Puzzleaufgabe. Auch wenn dies eine rein manuelle Tätigkeit sei, handele es sich bei der Gewährleistung des Spielbetriebes um die primäre Dienstleistung seines Teams.

Gelsenkirchens Schiri-Chef Frank Kaczmarczik |Foto: David Hennig
Gelsenkirchens Schiri-Chef Frank Kaczmarczik |Foto: David Hennig

„Die Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter ist ebenfalls ein wichtiger Punkt“, sagt Kaczmarczik. Dieser Aufgabe kommen die Lehrwarte Marcel Neuer, Stefan Tendyck und Fabian Kunkel nach, die regelmäßig auf den Sportplätzen und den monatlichen Schulungen die Kenntnisse der Unparteiischen von der Kreis bis zur Oberliga im Regelwerk vertiefen und für die Ausbildung neuer Schiedsrichter im Rahmen der Anwärterlehrgänge zuständig sind. „Die qualifizierte Schulung unserer Schiedsrichter kommt letztlich den Vereinen zu Gute, weil sie dadurch besser ausgebildete Schiedsrichter bekommen“, stellt Kaczmarczik fest. Dazu zählt der Vorsitzende auch die Vermittlung einer einheitlichen Linie in der Regelauslegung. Auch wenn die meisten Schiedsrichter alleine auf den Plätzen unterwegs sind – die Regeln sind schließlich für alle Akteure gleich.

Und hier kommt auch die Expertenrolle des Ausschusses zum Tragen: Schließlich sind die Lehrwarte stets durch den Verband über Regeländerungen und Auslegungsanpassungen informiert und können die Informationen an Schiedsrichter und Vereine weitergeben. Das Angebot für die Vereine sei aber freiwillig: „Wir werden uns niemandem aufdrängen, denn es muss auch Interesse da sein. Wir sind aber jederzeit bereit, in die Vereine zu gehen und dort zu informieren.“ Zu selten werde dieses Angebot jedoch nachgefragt: „Die gut geführten Vereine greifen Informationen ab. Andere interessiert es überhaupt nicht, auch nicht auf dem Platz. Da setzt ein Schiedsrichter eine Regel um und die gucken mit großen Kinderaugen, was der Unparteiische dort macht. Weil sie die Regeln letztlich nicht kennen.“

Damit Vereine zukünftig aktiver Informationen einfordern und leichter an diese kommen, betreibt der Ausschuss eine offensivere Öffentlichkeitsarbeit, bietet gezielt Zeitungen, Onlineplattformen und anderen Medien wichtige Informationen an. „Auf unserer Homepage sind im Downloadbereich Informationen für alle Interessenten öffentlich zugänglich“, sagt Kaczmarczik. Doch oft treten die Verantwortlichen nur an die Ausschüsse heran, wenn es nicht läuft: „Oftmals sind es Beschwerden über schlechte Schiedsrichterleistungen – häufig aus den niedersten Klassen. Meistens von Vereinen, die selber keine Schiedsrichter haben“, sagt Gelsenkirchens Schiedsrichter-Chef und kritisiert das hohe Anspruchsdenken. „Zu einem D-Jugendspiel kommt eben kein FIFA-Schiedsrichter sondern ein Jung-Schiedsrichter.“ Die Ansetzungspraxis ist dann eben doch in vielen Augen die Kernaufgabe.

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