Daumen hoch: 22 neue Schiedsrichter im Kreis Bochum

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Frauen an der Pfeife: Die Zahl der im Kreis Bochum aktiven Unparteiischen steigt auf 21. | Foto: Kreis Bochum

Der Fußballkreis Bochum begrüßt 22 neue Schiedsrichter in seinen Reihen. Auch die Zahl der Schiedsrichterinnen erhöht sich von 17 auf 21. „Dass wir die Anzahl der weiblichen Schiedsrichter auch in diesem Jahr noch einmal verstärken konnten, ist einmalig“, betont Lehrwart Norbert Koch. Einmal mehr vermittelte Koch gemeinsam mit seinen Amtskollegen Klaus-Dieter Leiendecker und Heiko Schneider die notwendigen Inhalte im Vereinsheim des Landesligisten SW Wattenscheid, um die Teilnehmer auf die Prüfung vorzubereiten.

awl-2016-k-bochum2016Die neuen Schiedsrichter sind zwischen zwölf und 49 Jahre alt – die Mehrheit sogar unter 18 Jahre. Die Gesamtergebnisse waren letztlich mehr als zufriedenstellend, vier Teilnehmer meisterten die Prüfung gar ohne Fehlerpunkt.

Wie gewohnt werden die neuen Unparteiischen in ihren ersten Spielen von einem Paten unterstützt – dieses Prinzip hat sich über die Verbandsgrenzen hinaus nachhaltig bewährt. „Aller Anfang ist schwer, aber mit entsprechender Hilfe und Unterstützung kann es uns gemeinsam wieder gelingen, die neuen Schiedsrichter schnell in die Praxis einzuführen“, so Lehrgangsleiter Heiko Schneider.

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Danke Schiri: Drei Unparteiische mit Vorbildcharakter

Freuten sich über die Auszeichnung bei der DFB-Aktion „Danke, Schiri“: (v.l.) Klaus-Dieter Leiendecker, Theo Mennecke, Ulrich Trautvetter (Sieger U50), Norbert Koch, Heinz Weidemann (Sieger Ü50), Christopher Methler, Jessica Gröger ("Schiedsrichterin") und Hans Gerd Henning. | Foto: Heiko Schneider
Freuten sich über die Auszeichnung bei der DFB-Aktion „Danke, Schiri“: (v.l.) Klaus-Dieter Leiendecker, Theo Mennecke, Ulrich Trautvetter (Sieger U50), Norbert Koch, Heinz Weidemann (Sieger Ü50), Christopher Methler, Jessica Gröger („Schiedsrichterin“) und Hans Gerd Henning. | Foto: Heiko Schneider

Es hätte keine bessere Wahl geben können: Anlässlich der Aktion „Danke Schiri“ zeichnete der Kreisschiedsricherausschuss (KSA) die Schiedsrichterin Jessica Gröger sowie zwei Ihrer Kollegen, Ulrich Trautvetter und Heinz Weidemann auf dem Schulungsabend in Bochum aus.

In der Rubrik „Schiedsrichter Frauen“ wurde Jessica Gröger ausgewählt. „Jessica ist eine vorbildliche Schiedsrichter-Kameradin, die durch ihre bedingungslose Bereitschaft zur Übernahme von Spielleitungen und hervorragende Leistungen als Schiedsrichterin im Herrenbereich einen sehr guten Ruf im Kreis Bochum genießt“, lobt Lehrwart Heiko Schneider. Als aktive Schiedsrichterin ist sich Gröger ihrer Vorbildfunktion bewusst und engagiert sich als Patin für neue Schiedsrichter. Sie begleitet die jungen Kameradinnen und Kameraden, unterstützt sie bei ihren ersten Spielleitungen und gibt ihnen wertvolle Praxistipps. Als Frau, die sich erfolgreich in der Männerdomäne Fußball durchsetzt, ist die Unparteiische ein Aushängeschild für die Schiedsrichterwerbung im Kreis , die auch bei der Gestaltung von Werbe-Flyern aktiv mitwirkt. Jessicas Schulungsbesuch ist tadellos, sie ist in Gruppenarbeiten vorbildlich engagiert und zählt bei Lehrgängen stets zu den Ideengebern. „Sie ist selbstkritisch und bemüht sich ebenfalls immer aktiv um Verbesserung ihrer eigenen Leistung“, so Schneider. Jessica steht bei Lehrgängen und Teambuilding-Maßnahmen nicht ihr eigener Erfolg im Vordergrund, stattdessen ist sie ein echter Teamplayer und unterstützt ihre Kameradinnen und Kammeraden sowohl regeltechnisch als auch bei Laufprüfungen. Neben ihrem Engagement als aktive Schiedsrichterin hilft Jessica bei ihrem Verein SV Altenbochum 01 bei den Vorbereitungen und der Durchführung von Veranstaltungen (Osterfeuer, Weihnachtsfeier, etc.) und unterstützt an Spieltagen beim Verkauf. Nachdem Jessica im Herbst 2011 die SR-Prüfung ablegte, stieg sie aufgrund ihrer sehr guten Leistungen und ihrer Empathie innerhalb von vier Jahren als Schiedsrichterin in die Herren-Bezirksliga und als SR-Assistentin 2015 in die B-Juniorinnen-Bundesliga auf.

Bei der Nominierung in der Rubrik U50 fiel die Wahl auf Ulrich Trautvetter. „Neben der hohen Zahl an Spielleitungen ist Ulrich hochmotiviert, sich in der Gruppe zu engagieren“, weiß der Lehrwart. So ist Trautvetter als fleißiger Helfer bei Turnieren, Teambuildings und Feierlichkeiten immer präsent, freundlich und hilfsbereit. Für junge SR-Kameraden ist Ulrich Trautvetter stets ein engagierter Ansprechpartner. Egal ob als Pate oder weil er zufällig auf dem Sportplatz ist, Ulrich schaut über den Tellerrand hinaus und gibt den jungen SR nach dem Spiel gerne Tipps und Hinweise zur Verbesserung. Ulrichs Schulungsbesuch ist vorbildlich und er bemüht sich immer um aktuelles Wissen. „Abseits des Platzes ist Ulrich Trautvetter ein eher ruhiger Vertreter seiner Zunft. Er stellt keine Ansprüche und pfeift jedes ihm übertragene Spiel, gerne auch Samstags Jugend- und zusätzlich Sonntags Seniorenspiele“, erklärt Schneider. Für Ulrich ist das Thema Integration sehr wichtig, denn er selbst pfeift als SR für seinen griechischen Verein „Hellas Bochum“.

Heinz Weidemann wurde in der Kategorie Ü50 ausgezeichnet. Weidemann engagiert sich seit zehn Jahren im Vergnügungsausschuss der Gruppe Witten. Bei Turnieren und Veranstaltungen kümmert sich der Unparteiische bereitwillig und stets gut gelaunt um die technische Ausstattung, sowie Auf- und Abbau. „Als Pate beteiligt sich Heinz auch an Ausbildung unserer Jung-Schiedsrichter, hält den Werdegang auch danach im Blick und betreut die jungen Unparteiischen auch bei ihren Spielleitungen nach der Patenphase“, erzählt der Lehrwart. Diese Engagement wird von den jungen Kollegen geschätzt, denen er Hilfestellung und Tipps zur Verbesserung ihrer Spielleitungen gibt. Für Weidemann ist es wichtig, junge Schiedsrichter in die Schiedsrichtergruppe zu integrieren. „Er ist ein geschätzter Ansprechpartner und vorbildlicher Kollege, der den „Neuen“ mit Rat und Tat zur Seite steht“, so Schneider.

 Heinz ist stets gewillt Spielleitungen zu übernehmen. Mit über 1.000 Spielleitungen hat sich Heinz im Verlauf seiner Laufbahn einen enorm hohen Erfahrungsschatz erarbeitet. Durch seine ruhige und sachliche Art genießt er bei Spielern und Vereinen ein hohes Ansehen.

„Die Worte ‚Danke, Schiri‘ hört man leider auf unseren Sportplätzen zu selten, obwohl Woche für Woche Schiedsrichter dafür sorgen, dass unsere Fußballspiele über die Bühne gehen und den Regeln Geltung verschaffen wird“, erklärte Heiko Schneider. Mit der Aktion „Danke Schiri“ möchte der DFB die Wertschätzung gegenüber den Referees an der Basis erhöhen und zum Ausdruck bringen. In drei Kategorien konnte der KSA Bochum, je einen Schiedsrichter benennen und sie dem Landesverband melden. Aus allen Meldungen sucht der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wiederum drei Kandidaten aus, die dem DFB gemeldet werden und an einer zentralen Bundesehrung teilnehmen werden.

 

1,50 Meter geballtes Selbstbewusstsein

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Der Kreis Bochum hat gemeinsam mit Paderborn die meisten aktiven Fußballschiedsrichterinnen in Westfalen. SR-Aktuell-Autor David Hennig hat sich mit Nachwuchsschiedsrichterin Morena Biwo und Lehrwart Heiko Schneider über das nicht immer leichte Hobby und die gezielte Frauenförderung unterhalten.

Die 16-jährige Schiedsrichterin Morena Biwo kommt aus einer fußballbegeisterten Familie. „Den Fußball habe ich quasi in die Wiege gelegt bekommen“, sagt sie lachend. Dennoch hat sie nie aktiv im Verein vor den Ball getreten – lediglich ein halbes Jahr mit einer Mädchenmannschaft mittrainiert. Ein Freund ihres Vaters brachte die damals 14-jährige dann auf die Idee: Probier’s doch mal als Fußballschiedsrichterin. Gesagt, getan. Den Anwärterlehrgang meisterte sie schließlich souverän. „Morena war mit Abstand die Lehrgangsbeste und hat die Prüfung mit Bravour bestanden“, blickt Lehrwart Heiko Schneider zurück, der in seiner Nachwuchsschiedsrichterin eine absolute Sympathieträgerin sieht: „Sie ist nicht auf den Mund gefallen, schiebt sich aber auch nicht in den Vordergrund.“ Seit zwei Jahren ist Morena Biwo nun Schiedsrichterin für den VfL Bochum und leitet Spiele bis zu den A-Junioren. Mit einer Körpergröße von 1,50 Meter ist die 16-jährige jedoch nicht gerade die Größte. „So hoch wie eine Eckfahne eben“, scherzt sie. Oder anders: 1,50 Meter geballtes Selbstbewusstsein. Einen Nachteil sieht die Schiedsrichterin eben nicht darin. „Natürlich sagen viele auf den ersten Blick: ‚Die ist so klein, die schafft das nicht‘. Aber nach dem Spiel kommen häufig Zuschauer, Trainer und Spieler zu mir und sagen: ‚Das hätte ich Dir nicht zugetraut‘. So ein Lob ist dann besonders schön“, so Biwo. Sie hat gelernt sich durchzusetzen, mit guten Leistungen zu überzeugen. Dabei hat sie nicht nur mit Vorurteilen bezogen auf ihre Größe zu kämpfen: „Oft höre ich, dass Frauen im Fußball nichts zu suchen hätten – das steckt bei vielen noch in den Köpfen.“

Die Schiedsrichterinnen im Kreis Bochum sind ein starkes Team | Foto: Heiko Schneider
Die Schiedsrichterinnen im Kreis Bochum sind ein starkes Team | Foto: Heiko Schneider

Eine Einstellung, die die Verantwortlichen im Kreis Bochum gezielt ändern wollen. „Es ist schon besser geworden. Vor einigen Jahren wurden Schiedsrichterinnen angeschaut, als ob sie vom Mond kämen. Um das Bild aus den Köpfen zu kriegen, müssen Kreisvorstand, Vereine und Schiedsrichter eng zusammen arbeiten“, so Heiko Schneider. In Bochum hat der Frauenfußball bereits eine große Basis. „Wir haben im Hinblick auf die Werbung von Schiedsrichterinnen mächtig Dampf gemacht“, sagt der Lehrwart. Gezielt wurden die zahlreichen Vereine mit Frauen- und Mädchenmannschaften angesprochen, Schiedsrichterinnen ausbilden zu lassen. Mit Erfolg. Mittlerweile sind in Bochum 17 Schiedsrichterinnen aktiv, vier weitere haben sich zum nächsten Lehrgang angemeldet. „Dann sind es über zwanzig. Diese Marke zu knacken, war das Ziel des Kreisschiedsrichterausschusses“, erzählt Schneider. Damit stellt der Kreis Bochum in ganz Westfalen gemeinsam mit Paderborn die meisten weiblichen Unparteiischen. Was aber nur funktioniere, so der Lehrwart, wenn man den Frauen den entsprechenden Stellenwert einräumt. „Wir wollen jedoch keine Zweiklassengesellschaft“, stellt er heraus. Die Ausbildung sei gleich, doch ginge man intensiver auf die Bedürfnisse der Schiedsrichterinnen ein. Mit Silvia Danielsiek hat der KSA eigens eine Frauenbeauftragte installiert und führt regelmäßig zusätzliche Lehrgänge für Schiedsrichterinnen durch. „Frauen brauchen eine feste Ansprechpartnerin. Sie besprechen manche Themen nicht mit Männern – da ist es gut, sich von Frau zu Frau unterhalten und sich in der Gruppe austauschen zu können“, erzählt Schneider.

Die 16-jährige Morena Biwo ist im Juniorenbereich aktiv | Foto: David Hennig
Die 16-jährige Morena Biwo ist im Juniorenbereich aktiv | Foto: David Hennig

Die 16-jährige ist gern Woche für Woche auf den Fußballplätzen unterwegs: „Mein Hobby macht mir Spaß und jedes Spiel ist eine neue Herausforderung.“ Auch wenn sie bisher „nur“ in den Jugendspielklassen im Einsatz ist, hat sie eine klare Vorstellung über ihre Zukunft. „Natürlich träumt jede Schiedsrichterin von der Bundesliga. Aber im Vordergrund steht erstmal meine Ausbildung und der nächste Schritt in den Herrenbereich – und dann kann ich weiter durchstarten“, sagt die angehende Kauffrau für Büromanagement. Die notwendige Unterstützung durch ihren KSA ist ihr dabei sicher.

Karl-Heinz Gochermann verstorben

Karl-Heinz Gochermann verstorben

Ein Nachruf von Michael Liedtke, Vorsitzender des VSA:

Der Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) und die Schiedsrichter des Kreises Bochum und Westfalens haben einen langjährigen Schiedsrichter durch den Tod verloren. Bereits am 02. Dezember 2015 verstarb im Alter von 66 Jahren Karl-Heinz Gochermann nach langer schwerer Krankheit.

Karl-Heinz legte einen Tag vor seinem 21. Geburtstag die Schiedsrichterprüfung ab und erreichte durch seine durchweg sehr guten Leistungen auch die DFB-Liste. Dort leitete er viele Jahre Spiele bis zur 2. Bundesliga. Nach Beendigung seiner aktiven Schiedsrichtertätigkeit stellte er sich als Funktionär zur Verfügung und leitete als Mitglied des KSA Bochum die dortige SR-Gruppe, bis er dies krankheitsbedingt nicht mehr ausführen konnte. Karl-Heinz hat sich durch seine langjährige Tätigkeit um das SR-Wesen sehr verdient gemacht. Seine zurückhaltende und stets sachliche Art machte ihn für jeden Schiedsrichter zu einem Vorbild, welches wir auch so in Erinnerung behalten werden. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.

„Ich würde nicht viel anders machen“

„Ich würde nicht viel anders machen“

Er galt bis zuletzt als einer der loyalsten Schiedsrichter im Verband: Thomas Altgeld war immer mit Leib und Seele dabei. Insgesamt 17 Jahre war der Referee des TuS Stockum aktiv an der Pfeife, zuletzt in der Regionalliga West. Damit war er der klassenhöchste Schiedsrichter im Kreis Bochum. Auf eigenen Wunsch beendete Altgeld im Sommer seine aktive Laufbahn. Im Interview mit Leonidas Exuzidis spricht der 35-Jährige über seine langjährige Erfahrung und seine ungewohnte Freizeitplanung.

Thomas Altgeld im Regionalliga-Einsatz in Kray | Foto: David Hennig
Thomas Altgeld im Regionalliga-Einsatz in Kray | Foto: David Hennig

Thomas, seit dem Sommer hast Du sonntags in der Regel frei. Was machst Du da um 15 Uhr?

Altgeld: (lacht) Das ist eine gute Frage, schwierig zu beantworten. Aber Langeweile ist bislang noch nicht aufgekommen. Man holt vieles nach, was aus zeitlichen Gründen zuvor etwas kürzer treten musste. Ganz klassische Dinge, wie etwa Freunde treffen, mit der Familie etwas unternehmen oder auch mal nur etwas entspannen.

Wie sehr fehlt Dir die Tätigkeit als Schiedsrichter, wie sehr genießt Du jedoch auch die freie Zeit?

Naja, darüber kann ich seit dem Sommer kaum nachdenken, da ich jede freie Minute – sonntags ausgenommen – in meinen Hausumbau investiere. Freie Zeit bleibt somit aus. Manchmal denkt man aber schon darüber nach, wie es war und welch tolle Erinnerungen haften bleiben.

Dein letztes Spiel war das Endspiel des Verbandspokals zwischen Verl und Lotte, das sogar im Fernsehen übertragen wurde. Hätte es ein schöneres Ende geben können?

Nein! Das war ein echtes Erlebnis zum Abschluss.

Blicken wir 17 Jahre zurück: Erinnerst Du Dich noch an die Anfangszeit als Schiedsrichter?

In Bruchstücken, ist ja schon ein paar Jahre her …(lacht). Wenn man Fotos aus alten Tagen sieht, dann ist es schon sehr amüsant, wie man gestartet ist.

Thomas Altgeld (Mitte) mit seinen Assistenten Marcel Brinkpeter (li.) und Claas Steenebrügge (re.) | Foto: David Hennig
Thomas Altgeld (Mitte) mit seinen Assistenten Marcel Brinkpeter (li.) und Claas Steenebrügge (re.) | Foto: David Hennig

Was war letztlich entscheidend für eine so erfolgreiche Karriere?

Ich war immer mit viel Spaß und Freude an der Sache dabei. Als junger Schiedsrichter habe ich stets versucht, mir etwas von den „Großen“ abzuschauen. Was letztlich zu mir passte, habe ich auch in meinen Spielleitungen umgesetzt.

Was hat Dich in der langen Zeit besonders geprägt?

Die Kameradschaft und die vielen guten Freundschaften, die auch jetzt noch privat halten.

Angenommen, Du könntest die Reset-Taste drücken: Was würdest Du rückblickend anders machen?

Das ist wirklich schwer zu sagen. Aus jedem Spiel habe ich versucht, immer etwas Gutes mitzunehmen und dadurch besser zu werden. Ich würde grundlegend nicht viel anders machen – denn mit meiner Laufbahn als Schiedsrichter bin ich sehr zufrieden.

Lieber Thomas, vielen Dank für das Interview.

Bochumer Schiedsrichter erhalten Förderpreis

Bochumer Schiedsrichter erhalten Förderpreis

Die Nachwuchsschiedsrichter des Kreises Bochum haben sich an einem Förderprojekt JiVE (Jugend im Verein) bei der Sparda Bank-West eG Bochum beteiligt und sind hierbei auf dem 1. Platz gelandet. Das Preisgeld beläuft sich auf 2.500 Euro, die dem Förderverein „Schiri-Plus“ für seinen Nachwuchs zur Verfügung steht.

Die erfolgreiche Bewerbung wurde im Vorfeld von den Vorstandsmitgliedern und Kreisschiedsrichterlehrwarte Norbert Koch, Klaus-Dieter Leiendecker und Heiko Schneider ausgearbeitet und eingereicht. Ausgezeichnet wurde „Schiri-Plus“ für sein hervorragendes Engagement bei der Erarbeitung von Strategien zur Konfliktvermeidung und Deeskalation, des Weiteren für die Förderung der Integration von Sportlern/Schiedsrichtern mit Migrationshintergrund.
Weiterhin anerkennenswert sind die Bemühungen zur Förderung von Frauen und Mädchen im Fußball, hier besonders als Schiedsrichterinnen bis hinein in den Seniorenbereich Männer. Immerhin sind inzwischen im Bereich des Fußballkreises Bochum 17 SRinnen tätig, die bis zur Bezirksliga als SR und bis zur Juniorinnen-Bundesliga als Assistentinnen eingesetzt werden können. Insgesamt kommt der Preis natürlich allen Schiedsrichtern der Schiedsrichtervereinigung Bochum zugute, die durch ihre Freizeitgestaltung in Sachen Fußball diesen Sport im organisierten Wettbewerbsmodus erst ermöglichen.

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