Hagener Referees beim Nørhalne Cup

Die Dänemark-Fahrer aus Hagen: Tobias Koll, Thomas Soltmann, Dominic Windolph, Benedict Malz, Patrick Lepperhoff, Robert Starke, Philipp Polifka Foto: Kreis Hagen
Die Dänemark-Fahrer aus Hagen: Tobias Koll, Thomas Soltmann, Dominic Windolph, Benedict Malz, Patrick Lepperhoff, Robert Starke, Philipp Polifka Foto: Kreis Hagen

Auch in diesem Jahr reisten sieben Schiedsrichter aus dem Kreis Hagen nach Dänkemark zum Nørhalne Cup 2016. Im hohen Norden waren die Unparteiischen von morgens bis abends im Einsatz, hatten aber zwischen und nach ihren Spielleitungen noch genügend Zeit, um andere Kollegen bei ihren Einsätzen zu beobachten oder sich mit Schiedsrichtern aus anderen Regionen Deutschlands sowie ganz Europa auszutauschen. „Die lockere Stimmung und die vielen Zuschauer machten das Turnier für alle Beteiligten zu einem tollen Erlebnis“, erzählte Benedict Malz, einer der sieben Hagener Unparteiischen. Besonders hervorzuheben: Mit Dominic Windolph und Tobias Koll wurde gleich zwei Hagener Schiedsrichter die Ehre zuteil, in Finalspielen eingesetzt zu werden.

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Verstärkung für den Kreis 13

Verstärkung für den Kreis 13

Der Kreis Hagen kann 13 „Neulinge“ begrüßen, die den 20 Stunden umfassenden Lehrgang für Schiedsrichter-Anwärter erfolgreich absolviert haben. Der Einsatz erfolgt zunächst im Jugendbereich des Fußballkreises Hagen/Ennepe-Ruhr, wo sie mithilfe von erfahrenen Referees zunächst an die Aufgabe herangeführt werden.

„Das traust du dich eh nicht, oder doch?“. So lautet der Slogan der Werbekampagne „Faszination Schiedsrichter“ des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Wie wichtig diese Kampagne ist, zeigt die fast als dramatisch zu bezeichnende Entwicklung der Schiedsrichterzahlen in den einzelnen Kreisen. „Verluste von 20 Prozent machen deutlich, dass die Neugewinnung von Schiedsrichtern in den Vereinen höchste Priorität haben sollte“, sagte Walter Werthmann, Vorsitzender der Schieds-richtervereinigung im Kreis. „Auch wenn die Zahlen in Hagen noch nicht so erschreckend sind, gelingt es uns seit einiger Zeit nicht mehr, Sonntags alle Spiele mit neutralen Schiedsrichtern zu besetzen“, so Werthmann weiter. (dh)

Lange dabei und noch lange nicht müde

Lange dabei und noch lange nicht müde

„Wer assistierte unserem Obmann Walter Werthmann am 13. September 1987 bei der Begegnung zwischen Marl und Gütersloh in der Amateur-Oberliga?“ Diese Frage des stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschusses, Mario Schleicher, sorgte zunächst noch für etwas Verwirrung unter den Teilnehmern der letzten Schulung der Saison 2013/2014 im Kreis Hagen. Doch spätestens nach dem nächsten Hinweis, dass dieser Schiedsrichter am 29. Juni seinen 76. Geburtstag feiert, war jedem Anwesenden klar: Das kann nur Günter Mann gewesen sein.

Über 26 Jahre Lehrwart

Günter Mann verkörpert Erfahrung wie kein Zweiter in Hagen. Seine Anwärterprüfung legte er am 14. April 1962 ab, pfiff in seinen besten Zeiten in der Verbandliga und assistierte in der Amateuroberliga. Zudem war er von 1981 bis 2007 als Kreislehrwart tätig. Trotz dieser langen Zeit hat Mann noch lange nicht genug: Noch heute ist der 76-Jährige regelmäßig als Beobachter unterwegs und deshalb kein Unbekannter. Auch über die Kreisgrenzen hinaus genießt er durch seine besondere Art sowie durch seine Zuverlässigkeit einen exzellenten Ruf.

Als Zeichen der Wertschätzung kürte ihn der Hagener KSA kürzlich zum Ehren-Schiedsrichter des Jahres. Zur Erinnerung überreichte ihm Mario Schleicher im Beisein des Kreisvorsitzenden Peter Alexander die entsprechende Urkunde und einen Ehrenteller, verbunden mit den besten Wünschen für die nächsten Jahre. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn von der Erfahrung können insbesondere die jungen Schiedsrichter nur lernen.

Doch nicht nur Günter Mann stand am diesem Abend im Mittelpunkt. Mit Dominic Tillmann und Patrick Lepperhoff hat der Kreis Hagen in der abgelaufenen Spielzeit gleich zwei Aufsteiger in den Verbandsspielklassen vorzuweisen. Beide dürfen fortan in der Landesliga ihre Spiele leiten. (le)

Hagen goes Nørhalne Cup 2014

Hagen goes Nørhalne Cup 2014

Neun Hagener Schiedsrichter begaben sich zur 31. Auflage des Nørhalne Cups auf die Reise in den Norden des schönen Dänemarks, um beim drittgrößten Jugendturnier des Landes ihre internationalen Erfahrungen an der Pfeife zu sammeln.

Der Nørhalne Cup ist ein internationales Jugendturnier, das in diesem Jahr  500 verschiedene Mannschaften aus rund 15 Ländern mit insgesamt 9.000 Teilnehmern  zählte. Von der U10 bis zur U17 der Jungen sowie Mädchen war jede Altersklasse sowohl im Amateurbereich als auch in den sogenannten „Eliteklassen“ vertreten. Dementsprechend wurden 150  motivierte Schiedsrichter aus verschiedenen Ländern benötigt, um das riesige Turnierspektakel überhaupt erst zu ermöglichen.

Mitten in der Nacht trafen die Hagener Schiedsrichter in Nørhalne in einer örtlichen Grundschule ein, wo sie sich mit geschätzten über hundert anderen Unparteiischen aus allen Teilen Deutschlands sowie aus Dänemark, Belgien oder Norwegen niederließen. Denn am folgenden Tag klingelte der Wecker früh: Um 7:30 Uhr starteten die Referees in den Tag. Dann ging es an die zugewiesenen Einsatzorte: Sefa Soybir hatte das Glück, an allen drei Turniertagen in Aalborg seine Spiele zu leiten. Phillip Polifka dagegen wurde mit dem Bus oder PKW  drei Tage hintereinander auf die Reise zu den Fußballplätzen des Turniers  geschickt, um dort neue Erfahrungen zu sammeln, die „Fußball-Englischkenntnisse“ zu verbessern und die knallige, jedoch sehr angenehme Sonne ins Gesicht zu bekommen.

Fünf Spielleitungen über jeweils zwei mal 50 Minuten pro Tag, sowohl als Schiedsrichter als auch als Schiedsrichterassistent, waren üblich. „Am Abend erhielten wir in der Grundschule auch ein Feedback zum Turniertag. Hier wurden die positiven sowohl auch die negativen Punkte zum Turniertag besprochen und Verbesserungsvorschläge gegeben“, sagte Sefa Soybir.  Abends blieb aber noch genügend Zeit, um das Buffet und den geselligen Abend zu genießen, neue Leute kennenzulernen, sich auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen. „Der Norhalne Cup ist eine super Erfahrung mit sehr viel Spaß. Wir können jedem Schiedsrichter den Norhalne Cup weiter empfehlen“, sagte Phillip Polifa. (dh)

Futsalfieber in Hagen

Futsalfieber in Hagen

Ende März gab es gleich drei Premieren für den Fußballkreis Hagen: Zum einen wurde zum ersten mal das Finalturnier um den C-Junioren Futsal-Cup im Sportzentrum in Gevelsberg ausgetragen und zum anderen fanden gleichzeitig im Sportzentrum Gevelsberg  zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes die Futsal-Hallenmeisterschaft in der Altersklasse der B-Junioren statt.

„Die Doppelhalle in Gevelsberg bot optimale Bedingungen, um beide Meisterschaften parallel austragen zu können“, resümierte Mario Schleicher, Lehrwart im Kreis Hagen. So spielten Bundesliga-Vereine und Qualifikanten aus anderen Ligen gegeneinander. Die K.O-Runde beider Altersklassen wurde zusammengelegt und fand dann vor großer Zuschauerkulisse in der Haupthalle statt. Die dritte Premiere an diesem Wochenede betraf sechs Schiedsrichter aus dem Kreis Hagen: Dirk Liermann, Dominic Windolph, Christoph Römhild, Daniel-Peter Berger und Magnus Fischer waren an diesen beiden Tagen vom DFB als Zeitnehmer nominiert worden. Das Sextett vervollständigte Mario Schleicher, der als Futsal-Experte die Co-Moderation beim B-Junioren-Futsal-Cup und für die Finalspiele übernahm.

„Die Zeitnehmer mussten sich gerade in der letzten Spielminute hoch konzentrieren, da hier mit Nettozeit gespielt wurde“, sagte Schleichter. Das heißt, dass bei jeder Spielunterbrechung oder wenn der Ball im Aus war, die Zeit angehalten wurde. Dass es hierbei auf jede Sekunde ankam, wurde gerade im Finale des C-Junioren-Futsal-Cups deutlich ,wo das Spiel denkbar knapp war. Die fünf Zeitnehmer lösten jedoch ihre Aufgabe, nach Aussagen der Turnierleitungen, sehr gut und wurden auch von den DFB-Schiedsrichtern für ihre Arbeit gelobt.

Als Futsal-Experten hatte der DFB den Hagener Lehrwart Mario Schleicher eingeladen. Zusammen mit Gökhan Yazgi aus Münster, der bei den C-Junioren die Co-Moderation übernahm, brachte der Hagener Lehrwart den Zuschauern und auch dem ein oder anderen Spieler und Mannschaftsverantwortlichen das Futsal-Regelwerk näher. „Dass dies nötig war, zeigte die eine oder andere Nachfrage von Trainern, Spielern und auch Funktionären“, so Schleicher. In diesem Zuge wurden die Entscheidungen der Unparteiischen erklärt und der Futsal dem interessierten Publikum näher gebracht.

Wie in der Meisterschaft bekamen die Sieger eine Siegerschale, die von der DFB-Delegation feierlich übergeben wurde. Neben einer Medaille und einer Urkunde wurden auch die besten Spieler und Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Aufgrund des Erfolgs der Veranstaltung ist auch im kommenden Jahr mit einer Doppelveranstaltung für die B- und C-Junioren zu rechnen. „Alles in Allem ein vom DFB sehr gut organisiertes Futsal-Spektakel, welches an diesem Wochenende, vor stolzer Kulisse, eine klasse Werbung für den Futsal war“, sagte Mario Schleicher. (dh)

Trainingslager in Willingen

Trainingslager in Willingen

35 Schiedsrichter des Fußballkreises Hagen brachen im Februar zum Trainingslager in den schon bekannten Wintersportort Willingen auf. Das „Ramada-Hotel“ bot wieder alle Möglichkeiten, um das Thema „Der Schiedsrichter in Konfliktsituationen“ aus verschiedenen Perspektiven zu bearbeiten. Videoszenen zur Feststellung der eigenen Beobachtungsfähigkeit, Gruppenarbeiten zu ausgesuchten Situationen, wie z. B. Bedrohung des Schiedsrichterteams beim Weg in die Halbzeitpause, gaben jedem Teilnehmer die Möglichkeit, seine Erfahrungen entsprechend einzubringen.

In der Gruppe wurde eifrig diskutiert | Foto: Reiner Witt
In der Gruppe wurde eifrig diskutiert | Foto: Reiner Witt

Aufregend wurde es dann wieder beim Videodreh. Vorgegebene Spielszenen wurden aufgenommen und an-schließend im Plenum analysiert. Auch wenn es sich natürlich nicht um „Echtsituationen“ handelte, erkannte doch jeder Teilnehmer seine Stärken und Schwächen im Umgang mit Konfliktsituationen. Das auch der obligatorische Regeltest sowie der Hallenparcours – wie immer von Martin Wytelus nach den neuesten sportmedizinischen Erkenntnissen herge-richtet, nicht fehlte, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung. Besonderen Anklang fand der Besuch des Ehrengastes Michael Liedtke, dem Vorsitzenden des Verbandschiedsrichterausschusses. Kurzweilig bereicherte er das Programm mit einigen Erlebnissen aus seiner aktiven Zeit. Aber auch wertvolle Informationen, besonders für die Nachwuchsschiedsrichter, fehlten nicht.

Der Samstag Abend zeigte dann, dass Schiedsrichter nicht nur Einzelkämpfer sind. In zwei Gruppen wurde an der Kletterwand, beim Bogenschießen und Bierkastenstapeln um das beste Ergebnis gekämpft. Neben Körperbeherrschung, Schwindelfreiheit und Geschicklichkeit war hier besonderer Teamgeist gefordert. Ohne die Hilfe der Teammitglieder wäre jeder Einzelne an der Kletterwand verloren gewesen – genau wie im Schiedsrichterteam! Bei der Rückkehr in Hagen waren sich alle Teilnehmer einig: Sie haben nicht nur viel dazu-, sondern sich auch besser kennengelernt! (dh)

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