Wozniak erhält NRW-Sportplakette

Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Marina Wozniak, Anna-Maria Van den Meulendorf, Sportsportbund Bochum, Klaus-Dieter Stallmann, Westfälischer Schützenbund, Walter Schneeloch, Präsident des LSB NRW. | (c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann
Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Marina Wozniak, Anna-Maria Van den Meulendorf, Sportsportbund Bochum, Klaus-Dieter Stallmann, Westfälischer Schützenbund, Walter Schneeloch, Präsident des LSB NRW. | (c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann

Die westfälische Fußballschiedsrichterin Marina Wozniak wurde am gestrigen Abend mit der Sportplakette des Landes NRW ausgezeichnet. Aus den Händen von Sportministerin Christina Kampmann nahm die 36-jährige Unparteiische die Ehrung für ihre sportlichen Leistungen im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund entgegen.

Marina Wozniak | (c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann
Marina Wozniak | (c) LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann

Die Sportplakette des Landes NRW gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen des sportlichen Ehrenamtes. „Es ist mir eine besondere Freude, Ihnen heute mit dieser Auszeichnung für ihren großartigen Einsatz zu danken“, sagte Ministerin Christina Kampmann, die die Plakette in Vertretung der Ministerpräsidentin aushändigte. Gewürdigt wurden sportliche Höchstleistungen ebenso wie herausragendes ehrenamtliches Engagement.

Wozniak ist nicht nur eine gute Spielleiterin in der Allianz-Frauen-Bundesliga, die gebürtige Hernerin gehört seit Jahren zu den besten Schiedsrichter-Assistentinnen der Welt. Dies zeigt die lange Liste ihrer internationalen Einsätze eindrucksvoll: U20-WM in Chile (2008), EM in Finnland (2009), U20-WM in Deutschland (2010), WM in Deutschland (2011), Olympische Spiele in London (2012), EM in Schweden (2013), bei der U20-WM in Kanada (2014) und zuletzt bei der WM in Kanada (2015).

Seit 2004 ist die 36-Jährige auf der Liste der DFB-Schiedsrichterinnen. Nach nur einem Jahr in der zweiten Liga gab Wozniak am 22. August 2005 beim Spiel zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem VFL Sindelfingen ihr Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse. Die Nominierung als FIFA-Assistentin erfolgte im Jahr 2008.

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Nachwuchs-Schiedsrichterinnen treffen sich in Hennef

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Der WFLV führte Ende Februar erstmals mit 23 Frauen und Mädchen in der Sportschule Hennef einen Nachwuchslehrgang für Schiedsrichterinnen aus allen drei Landesverbänden durch.

Das Treffen begann mit einer „Kennenlernrunde“, bei der sich jede Schiedsrichterin vorstellte und kurz  über sich selbst und ihre Tätigkeit berichtete. Einer Unparteiischen wurde jedoch besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Marina Wozniak, DFB-Schiedsrichterin und FIFA-Assistentin, war ebenfalls für den Lehrgang angereist und referierte über ihren Werdegang. Dabei ließ sie nichts aus, erzählte von positiven, als auch von weniger positiven Ereignissen, von Erfolgen als auch von Rückschlägen. „Das ließ sie sehr sympathisch und bodenständig wirken“, sagte Elham Mehri, Schiedsrichterin aus dem Kreis Bochum. Ebenfalls berichtete sie von der schönen aber auch harten Zeit während der FIFA-Turniere. Denn wer zur Elite gehören wolle, müsse auch dementsprechende Leistung erbringen. Dabei wurde schnell deutlich, dass körperliche Fitness und gute Regelkenntnisse die Grundvorrausetzungen sind, um als Schiedsrichterin erfolgreich zu sein. Denn in Zukunft werde es noch schwieriger, in den DFB-Bereich aufzusteigen als noch vor einigen Jahren. Die Strukturveränderung der 2. Frauen-Bundesliga verringert die Aufstiegschancen erheblich.Danach berichteten die Mitglieder der jeweiligen Verbandsschiedsrichterausschüsse aus ihren Verbänden. Dabei wurden vor allem die Struktur der Schiedsrichterinnenverteilung in den Verbänden und die Anzahl der Spitzen-Schiedsrichterinnen erläutert. Es wurde ein neues Konzept erarbeitet: Unabhängig davon, wie viele Schiedsrichterinnen ein Verband aufweist, kommen zukünftig nur noch die besten Schiedsrichterinnen in der 1. und 2. Frauen-Bundesliga zum Einsatz -unabhängig davon, aus welchem Landesverband sie kommen. „Aus dem Lehrgang nehme ich für mich mit, dass ich mich körperlich und regeltechnisch weiterentwickeln möchte, weil dies notwendig ist, um als Schiedsrichterin und Assistentin erfolgreich zu werden“, zog Mehri ihr persönliches Fazit.

DFB-Schiedsrichter treffen sich in Kaiserau

DFB-Schiedsrichter treffen sich in Kaiserau

In der vergangenen Woche kamen die Spitzenschiedsrichter des FLVW auf Einladung des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) im SportCentrum Kamen-Kaiserau zusammen. Hierbei stand neben dem fachlichen Austausch besonders der persönliche Kontakt im Vordergrund.

Seitdem Michael Liedtke, der Vorsitzende des VSA, vor zwei Jahren seine Amtszeit angetreten hat, treffen sich der VSA und die DFB-Schiedsrichter regelmäßig. „Ich habe den Eindruck, dass diese Treffen gut angenommen werden. Es ist auch ein kleiner Akt der Wertschätzung“, sagt Liedtke. Schließlich dürfe der VSA durchaus Kontakt zu seinen Spitzenkräften haben. Im ‚Tagesgeschäft‘ gibt es schließlich kaum Berührungspunkte. Der Kontakt beschränkt sich meistens auf Telefonate, E-Mails und Whatsapp-Nachrichten. Umso wichtiger ist es Westfalens Schiedsrichter-Chef, wenigstens ein Mal im Jahr zusammenzukommen, Erfahrungen auszutauschen und über aktuelle Schwerpunkte und Regelauslegungen zu sprechen.

So sollen in dieser Saison gerade das Halten und Zerren im Strafraumbereich rigoroser geahndet werden. Auch beim Torwartspiel werden die DFB-Schiedsrichter in dieser Saison genauer hinschauen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Kommunikation innerhalb der Teams. „Auch die Schiedsrichter werden immer mehr dafür sensibilisiert, dass die Assistenten Hilfestellung brauchen – auch beim Abseits“, sagte Bundesliga-Assistent Christian Fischer. Dies sei gerade bei verlängerten Bällen der Fall oder wenn das Spielgerät vom Gegner kommt. „Eben in allen Situationen, in denen es zweifelhaft sein könnte“, so Fischer. Michael Liedtke brach dies auf die Amateurspielklassen hinunter, in denen auf diese Art nicht kommuniziert werden kann. Hier gestaltet sich eine mögliche Unterstützung deutlich schwieriger. „Der Schiedsrichter kann hier seine Assistenten höchstens mit einem Handzeichen unterstützen. Das sollte in der Absprache vor dem Spiel auf jeden Fall thematisiert werden“, riet der Vorsitzende. Dennoch: Ein wichtiger Aspekt für die Schiedsrichter, die zukünftig an den DFB-Bereich herangeführt werden sollen.

Wozniak im Achtelfinaleinsatz

Wozniak im Achtelfinaleinsatz

Vom 6. Juni bis 5. Juli findet in Kanada die Frauen-WM statt. Mittendrin: die Herner FIFA-Assistentin Marina Wozniak. Die 36-Jährige wurde von der FIFA an der Seite von Bibiana Steinhaus für das zweite WM-Achtelfinale eingeteilt.

Im Commonwealth Stadium in Edmonton treffen China und Kamerun in der Nacht zu Sonntag (ab 1.30 Uhr, live in der ARD) aufeinander. Das Schiedsrichterinnen-Team komplettiert Katrin Rafalski (Bad Zwesten). Für Wozniak ist es der dritte WM-Einsatz. In der Vorrunde war sie bei den Begegnungen zwischen Neuseeland und Kanada unter der Leitung von Bibiana Steinhaus sowie zwischen China und Neuseeland unter der Leitung der Ungarin Katalin Kulcsar aktiv.

WM-Nominierung für Wozniak

WM-Nominierung für Wozniak

Denkt man an die bisherigen Einsätze zurück, ist diese Meldung keine wirkliche Überraschung: Marina Wozniak wurde von der FIFA als Schiedsrichter-Assistentin für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2015 in Kanada nominiert.

Sie wird erneut mit FIFA-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus und Assistentin Katrin Rafalski das deutsche Trio bilden. Die drei deutschen Schiedsrichterinnen leiteten unter anderem schon 2011 das Finale der Frauen-WM in Deutschland und das Endspiel der Olympischen Spiele 2012 in London.

Zur WM-Vorbereitung werden alle Unparteiischen vom 18. bis 24. April an einem Seminar in Zürich teilnehmen, dem ein Seminar in Vancouver zehn Tage vor dem Anpfiff am 6. Juni folgt. Erst dann wird definitiv entschieden, welche Schiedsrichterinnen zum Einsatz kommen und welche zur Unterstützung bereitstehen werden. Insgesamt wurden 22 Schiedsrichterinnen und 44 Assistentinnen für das Turnier nominiert. Das Turnier findet zwischen dem 6. Juni und dem 5. Juli 2015 statt.

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