Sportpsychologie für Schiedsrichter

Patrick Terhürne leitete den Workshop „Sportpsychologie für Schiedsrichter“ des Fußballkreises. | Foto: Kreis Ahaus/Coesfeld
Patrick Terhürne leitete den Workshop „Sportpsychologie für Schiedsrichter“ des Fußballkreises. | Foto: Kreis Ahaus/Coesfeld

Auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Das war das Ziel des Workshops „Sportpsychologie für Schiedsrichter“, an dem die Förderkader-Schiedsrichter des Förderkaders des Kreises Ahaus/Coesfeld teilnahmen. An fünf Abenden diskutierten die Teilnehmer unter Leitung von Patrick Terhürne (SpVgg. Vreden) über Fragen wie „Wie schaffe ich es, dass Fehler mich nicht das ganze Spiel über verfolgen?“ oder „Wie beeinflusst Anspannung meine Leistung?“.

Patrick Terhürne, selbst Landesliga-Schiedsrichter und Psychologie-Student an der Universität Trier, führte in Kooperation mit Bianca Simonsmeier (Universität Trier) die Teilnehmer an psychologische Belastungssituationen des Fußballs heran. Dabei wurden sowohl theoretische Grundlagen der Stressbewältigung, Kommunikation und Deeskalation besprochen als auch viele praktische Übungen vorgenommen. Gleichzeitig wurde aber auch an Fähigkeiten gefeilt, die den Schiedsrichtern auch abseits des Platzes weiterhelfen sollen. So widmete sich die Gruppe dem Thema „Rückmeldung geben und Rückmeldung erhalten“. Besonderen Anklang fand ein Themenabend, bei dem die Schiedsrichter Spielszenen nachstellten und mögliche Reaktionen des Unparteiischen besprachen und ausprobierten.

Psychologische Aspekte so wichtig wie Kondition

Durch die Verknüpfung mit der Psychologie wurde ein neuer Blickwinkel auf Trainingsmöglichkeiten gelegt, die die Schiedsrichter für sich nutzen können. „Als Sportler ist das Training psychologischer Aspekte genauso wichtig wie zum Beispiel das Konditionstraining“, sagte Patrick Terhürne. Bei den Teilnehmern herrschte Einigkeit: Viele Aspekte hatten sie früher im Training und auch Spielbetrieb vernachlässigt. Besonders an der eigenen Konzentrationsfähigkeit, dem Umgang mit möglichen Fehlern und der Kommunikation mit Spielern und Verantwortlichen wollen die Schiedsrichter künftig noch stärker arbeiten.

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