Arnsberg sagt „Danke“: Ciha und Schumacher geehrt

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Auf der März-Fortbildung der Fußballschiedsrichter des Kreises Arnsberg wurden die beiden Schiedsrichterkameraden David Ciha und Dieter Schumacher für ihre besonderen Verdienste im Schiedsrichterbereich im Rahmen der Aktion des DFB/FLVW „Danke Schiri“ ausgezeichnet.

David Ciha (26 Jahre) ist erst in dieser Saison als Schiedsrichter in die Westfalenliga aufgestiegen. Er hat seit seiner Prüfung im Jahr 2005 über 400 Spiele gepfiffen und sich immer wieder für jüngere Schiedsrichterkollegen eingesetzt und diese als Coach begleitet. Zudem studiert er seit fünf Jahren in Karlsruhe und nimmt fast jedes Wochenende die 700 KM Fahrt auf sich, um häufig bis zu drei Spiele an dem Wochenende zu pfeifen. Wenn ihm aufgrund seiner Studientermine in Karlsruhe die weite Fahrt in die Heimat nicht möglich ist, übernimmt er Spiele im Austausch in Karlsruhe. Eine Ehrung hatte David Ciha schon zu Anfang der Saison erhalten: Aufgrund seiner absolut Top-Leistungen hat ihn der KSA für die Saison 2015/2016 in den Kader zum Aufstieg in die Oberliga gemeldet. „Auch hier hat der Sportkamerad bei bisherigen Beobachtungen in der Hinrunde hervorragende Ergebnisse erzielt“, sagt VKSA Reinhard Pietz.

Dieter Schumacher (li.) erhält die Auszeichnung von Matthias Busch. | Foto: Kreis Arnsberg
Dieter Schumacher (li.) erhält die Auszeichnung von Matthias Busch. | Foto: Kreis Arnsberg

Dieter Schumacher (60 Jahre) ist seit 1974 Fußballschiedsrichter und hat in dieser Zeit stattliche 1600 Spiele gepfiffen. „Er ist einer der wenigen Schiedsrichter im Kreis Arnsberg, der in den höchsten Spielklassen im Amateurbereich Spiele geleitet hat“, betonte Pietz. Ob Spiele im Austausch in Berlin oder den Niederlanden; Spiele in der Oberliga oder als Schiedsrichterassistent in hohen Klassen; Dieter Schumacher wurde zu den Spielen angesetzt. Als er in den Kader der Fußballschiedsrichter berufen werden sollte, die für eine mögliche Ansetzung in dem bezahlten Fußball vorgesehen waren, hat er aus beruflichen und privaten Gründen darum gebeten, davon Abstand zu nehmen. Neben seiner Tätigkeit als aktiver Schiedsrichter bekleidet Dieter seit 33 Jahren das Amt des Lehrwarts und ist seit 15 Jahren stellvertretender Vorsitzender der Fußballschiedsrichter im Kreis Arnsberg. Das aber nicht genug: Er coachte junge Nachwuchsschiedsrichter; nahm Prüfungen ab und wertete als Ansprechpartner der höherklassig pfeifenden Schiedsrichterkollegen mit seinem Fachwissen die Beobachtungen aus. Seine Spiele leitete er in den 42 Jahren seiner Schiedsrichtertätigkeit stets nach dem Motto „Das nächste Spiel ist das Wichtigste“ und diente zahlreichen Nachwuchsschiedsrichtern – nicht nur hier im Kreis – als Vorbild und Ansporn.

Vorbilder für alle Schiedsrichter

Der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Reinhard Pietz hob stellvertretend für alle anwesenden Schiedsrichter die besonderen Verdienste der beiden Schiedsrichter hervor: „Durch euren hervorragenden Einsatz seid ihr Vorbilder für alle anderen Schiedsrichter und steht dabei aber beispielhaft für die Verdienste aller Schiedsrichter des Fußballkreises Arnsberg.“ Auch der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschuss Michael Liedtke lobte die beiden Schiedsrichter und stellte heraus, dass sie gerade für folgenden Leitsatz stehen würden: „Schiedsrichter sind absolut wichtig; aber wir nehmen uns nicht zu wichtig!“ Auch der Kreisvorsitzende Bernd Henneböle dankte im Auftrag des Kreises den beiden Schiedsrichtern mit einem Gutschein.

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Abwechslungsreiche Tagung

Abwechslungsreiche Tagung

Die Vorsitzenden der Kreisschiedsrichterausschüsse (VKSA) kamen am 8. November im SportCentrum Kaiserau zusammen. Auf der Tagesordnung standen neben drei ganz besonderen Ehrungen die Berichte aus den zahlreichen Arbeitsbereichen der Beauftragten des Verbandsschiedsrichterausschusses. Darüber hinaus fanden die Themen 2-Stufen-Plan und die geplante Obleutequalifizierung durch den DFB Platz im Tagungsprogramm.

Fairen Hallenfußball – keine Klopperei

Futsal-Beauftragte Thorsten Kaatz | Foto: David Hennig
Der Futsal-Beauftragte des VSA: Thorsten Kaatz | Foto: David Hennig

Im Bereich „Futsal“ gab es aufgrund der bevorstehenden Änderungen der Hallenregeln und der beschlossenen Ablösung durch die Futsalregeln ab der Saison 2015/2016 erhöhten Diskussionsbedarf unter den Anwesenden. Manfred Schnieders sprach sich dabei deutlich für die beschlossenen Änderungen aus: „Wir wollen fairen und schnellen Fußball in der Halle sehen und keine Klopperei!“ Er appellierte deshalb an alle Beteiligten, die beschlossenen Neuerungen erst auszuprobieren, bevor diese kritisiert werden. Auch im Plenum fand dies breite Zustimmung, auch wenn bezüglich der kurzfristigen Umsetzung der Änderungen leichte Kritik aus den Reihen der Obleute geäußert wurde. Thorsten Kaatz, der Beauftragte für Futsal des VSA, bestätigte, dass sich Futsal in Westfalen immer größerer Beliebtheit erfreue. „Mir fehlen mittlerweile Schiedsrichter, um die Spiele auf FLVW-Ebene anzusetzen. Das kann ich mit 30 Futsal-Schiedsrichtern nicht mehr bewältigen“, so Kaatz. Aber nicht nur der Futsalbereich entwickle sich weiter, auch der Schiedsrichterbereich bekäme immer mehr Struktur und werde zunehmend professionalisiert.

2-Stufen-Plan unverzichtbar

Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW | Foto: David Hennig
Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW | Foto: David Hennig

Der 2-Stufen-Plan steht auf dem Prüfstand: Eine Arbeitsgruppe des Verbandes beschäftigt sich derzeit mit dem Instrumentarium zur Schiedsrichtergewinnung und zur Sicherstellung des Spielbetriebes. Ein erstes Treffen der Gruppe, bei dem bisher Erfahrungen und Informationen gesammelt wurden, fand bereits statt. Simone Horn, Beisitzerin im VSA, und Juan de Cruz Pujades, Vorsitzender des KSA in Gütersloh, vertreten dabei die Interessen der Schiedsrichter. FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders, der ebenfalls der Arbeitsgruppe angehört, betonte anfangs, dass der Ausgang offen sei: „Es gibt noch kein konkretes Ziel – wichtig ist, dass wir etwas machen, was uns letztlich hilft.“ Auch wenn das Ergebnis nicht feststeht, so ist eine Richtung erkennbar: Das Prinzip des 2-Stufen-Plans dürfe nicht zur Diskussion stehen, da waren sich alle Anwesenden einig. „Es ist ein probates Mittel, um Vereine zur Schiedsrichtergewinnung zu bewegen“, sagte Simone Horn. Reinhard Pietz, Obmann aus dem Kreis Arnsberg, ergänzte: „Ohne Druck werden die Vereine nichts tun.“ Ziel müsse es jedoch sein, so die einhellige Meinung, die Schiedsrichtergewinnung für Vereine attraktiver zu machen. Ein lohnenswertes Bonussystem für Vereine, die neue Schiedsrichter anwerben und ausbilden und sich für die Erhaltung einsetzen, wäre hier ein möglicher Ansatz. „Wir müssen den Abwärtstrend stoppen und junge Leute gewinnen, die über eine längere Zeit dabei bleiben“, sagte Schnieders. Bundesweit gäbe es, so der Vizepräsident, identische Probleme, aber keine Patentlösung. Mit vielen kleinen Schritten müsse der Verband jedoch der jetzigen Entwicklung entgegensteuern.

Obleute begrüßen geplante Qualifizierung

Christoph Hanck stellt die Ergebnisse der Gruppenarbeit vor | Foto: David Hennig
Christoph Hanck stellt die Ergebnisse der Gruppenarbeit vor | Foto: David Hennig

„Qualifizierung der Ehrenamtlichen ist ein Thema, dem sich der DFB vor rund zwei Jahren angenommen hat. Bisher haben sich die Maßnahmen auf die Lehrwarte konzentriert – nun sind die Obleute dran“, sagte Michael Liedtke, der Mitte November zur Obleutetagung des DFB fährt und gemeinsam mit VSA-Beisitzer Torsten Werner und den Anwesenden Kreisobleuten in Gruppenarbeiten Vorschläge für mögliche Qualifizierungsansätze erarbeitete. Besondere Unterstützung wünschten sich die Anwesenden überwiegend in den Bereichen Organisation, Management, Mitarbeiterführung und -motivation, Mediation und Konfliktlösung, Medienkompetenz und Krisenkommunikation sowie in Satzungs- und Rechtsfragen.

Viele weitere Themen

Aber auch die übrigen Arbeitsbereiche sollten nicht zu kurz kommen: Peter Müller lobte die anwesenden Obleute dafür, dass in den letzten Jahren die Auswahl der Teilnehmer für die Wochenlehrgänge besser geworden sei: „Die Qualität ist konstant gestiegen. 80 Prozent der Teilnehmer sehen wir später in den Verbandsspielklassen wieder.“

Karl-Heinz "Kalla" Schulze bei seinen Ausführungen zum DFBnet | Foto: David Hennig
Karl-Heinz „Kalla“ Schulze bei seinen Ausführungen zum DFBnet | Foto: David Hennig

Karl-Heinz Schulze gab einen kurzen Rückblick über die Entwicklung nach der Einführung des DFBnet in Westfalen und hob hervor, dass die Schiedsrichter am besten mit dem System klargekommen und nach und nach neue Tools, wie z.B. die Lehrgangsverwaltung, hinzugekommen seien.

Aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit berichtete David Hennig, der einen kurzen Rückblick auf die Einführung des Schiedsrichter-Aktuell-Portals und die Tagung für Öffentlichkeitsmitarbeiter der Kreisschiedsrichterausschüsse gab sowie einen Ausblick auf das geplante zentrale Informationsportal für Interessenten an der Schiedsrichtertätigkeit. „Wir sind mit der neuen Schiedsrichter-Aktuell durchaus zufrieden. Mehr als 58.000 Seitenaufrufe in zehn Monaten können sich sehen lassen“, sagte Hennig.

Weitere Fotos der Tagung:

Ein Mann der Praxis zu Gast

Ein Mann der Praxis zu Gast

Die Schiedsrichter im Kreis Arnsberg luden zu ihrem Schulungsabend mit Egbert Engler einen Mann der Praxis ein: Schließlich war der Recklinghäuser langjähriger DFB- und FIFA-Schiedsrichterassistent und ist heute als Beobachter in den Bundesligen aktiv. „Für jeden jungen, ehrgeizigen Schiedsrichter ist es ein großes Ziel, seinen Bundesligaschiedsrichterkollegen nachzueifern und in deren Fußstapfen zu treten“, sagte Reinhard Pietz, VKSA des Kreises Arnsberg.

Um zu zeigen, wie es im Profibereich zugeht, lud der Vorsitzende mit Egbert Engler als ehemaligen Spitzenschiedsrichter und heutigen DFB-Beobachter einen erfahrenen Mann der Praxis ein. „Was Egbert aus der Bundesliga und den unteren Ligen berichtete, ließ manchen Kollegen doch einfach nur Staunen und brachte ihn darüber ins Grübeln, was man braucht, um dahin zu kommen“, so Pietz.

So war das Referat Englers das Highlight der Fortbildungsveranstaltung. Und was der sympathische Kollege den Schiedsrichtern in seinem über einstündigen Vortrag aus der Praxis erzählte, war schon atemberaubend. Ob Geschichten aus seiner eigenen Zeit als Referee vor über 20 Jahren mit den damaligen Gegebenheiten im Vergleich zu heute, seine Vor- und Nachbereitung seiner Beobachtungsaufträge, den Einsatz von Torrichtern bei internationalen Spielen oder der Umgang mit technischen Hilfsmitteln während des Spiels von Schiedsrichtern – die Themen zogen die anwesenden Schiedsrichter in ihren Bann. Keine Frage der Schiedsrichterkollegen blieb anschließend unbeantwortet. „Heute war ein Kollege da, der die Fußballschiedsrichterei lebt und einem nahe bringen kann!“, so ein junger Schiedsrichter unter den Zuhörern. (dh)

„Modern, dynamisch und informativ“

„Modern, dynamisch und informativ“

Natürlich wurde die neue Plattform für Schiedsrichter-Aktuell nicht von heute auf morgen aus dem Boden gestampft. Die Redaktion hat vorab einigen Schiedsrichterfunktionären in den Kreisen einen exklusiven Blick auf die neue Schiedsrichter-Aktuell ermöglicht. David Hennig ist bei den ersten Betrachtern auf Stimmenfang gegangen.

Stefan Tendyck, Lehrwart, Kreis Gelsenkirchen

Stefan Tendyck„Die neue Schiedsrichter-Aktuell gefällt mir gut, wird aber genauso vom Engagement oder der Trägheit der Schreiber abhängig sein wie die bisherige Form. Vorteil ist, dass aktuelle Informationen auch aktuell eingestellt werden können und man nicht auf die nächste Ausgabe in zwei Monaten warten muss. In Verbindung mit der Newsletter-Funktion ist man dann wirklich umgehend informiert.“

Christoph Hanck, VKSA, Kreis Ahaus-Coesfeld

Christoph Hanck„Das sieht wie gewohnt sehr professionell aus! Es wäre in dem Sinn nicht nötig gewesen, da ich die alte PDF auch schon super gemacht fand, aber das bietet so natürlich noch deutlich mehr Möglichkeiten. Die alten Artikel kommen in Zukunft sicher noch wesentlich besser zu ihrem Recht, wenn sie im Archiv leichter zugänglich sind.“

Christian Schmees, Lehrwart, Kreis Steinfurt

Christian Schmees„Diese Form von SR-Aktuell wird die westfälischen Schiedsrichter sicherlich weiter nach vorne bringen. Das Redaktionsteam geht hier mit der Zeit und somit den richtigen Weg. Die Kommunikation wichtiger und aktueller Themen wird weitaus schneller erfolgen. Dabei ist zu hoffen, dass durch diese Plattform die Zuarbeit aus den Kreisen verbessert bzw. erhöht wird, da deren Berichte sicherlich schneller veröffentlicht werden. Sehr ansprechend und Überschaubar finde ich das Design. Auch die Möglichkeit die Seiten bzw. Informationen direkt über Facebook zu teilen sehe ich positiv.“

Florian Greger, Lehrwart, Kreis Höxter

Florian Greger„Der erste Eindruck: Die „neue“ SR-aktuell ist sehr übersichtlich und aufgeräumt. Ich halte es für eine gute Idee, die Entwicklung in Richtung eines Online-Magazins zu nehmen. SR-aktuell ist informativ und gibt einen guten Überblick zu den Geschehnissen im Schiedsrichterbereich des FLVW. Ich hoffe, ihr könnt das Online-Magazin stets aktuell halten – denn das ist natürlich die Schwierigkeit bei einem solchen Vorhaben.“

Juan de Cruz Pujades, VKSA, Kreis Gütersloh

Juan de Cruz Pujades„Die neue Schiedsrichter-Aktuell gefällt mir sehr sehr gut. Modern, dynamisch und informativ – zugeschnitten auf die aktuellen Medien, die von unseren Schiedsrichtern und insbesondere auch den Jung-Schiedsrichtern genutzt werden. Lediglich für die Ü60-Schiedsrichter weiß ich nicht, ob die neue Form zu modern sein wird. Aber die meisten von Ihnen werden auch mit der Zeit gehen.“


Reinhard Pietz, VKSA, Kreis Arnsberg

pietz_reinhard_small„Die ersten Seiten von Schiedsrichter-Aktuell Online haben mir gezeigt, dass man mit der neuen Publikation den Weg aufzeigt, wie wir Schiedsrichter uns auch selbst darstellen möchten: Offen, klar strukturiert; Neuerungen aufgeschlossen und mit der Zeit gehend! Das bringt das Erscheinungsbild der neuen Seiten gut rüber. Super!“

Lars Lehmann, VKSA, Kreis Iserlohn

Lars Lehmann„Ich finde es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Mit dem jetzigen PDF-Format von SR-Aktuell haben wir bereits eine Möglichkeit der regelmäßigen Berichterstattung über News aus dem SR-Bereich im FLVW. Dieses wird jedoch durch das Online-Magazin noch einmal getopt. Sehr informativ, überschaubar und im Gegensatz zum bisherigen Format noch aktueller. Und natürlich darf bei der heutigen Entwicklung auch eine Verknüpfung zu den sozialen Netzwerken nicht fehlen, um hierüber ein größeren Empfängerkreis zu erreichen. Insgesamt eine gelungene Sache, die natürlich von der Mitarbeit der Kreise in Westfalen lebt. Daher hoffe ich hier auf zahlreiche Unterstützung.“

 

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