Drei Fragen an Michael Liedtke

Drei Fragen an Michael Liedtke

Das Internet hat nicht erst durch die flächendeckende Einführung des DFBnets eine immer größere Bedeutung für die Schiedsrichter in Westfalen erlangt. Leonidas Exuzidis fragte kurz bei Michael Liedtke, dem Vorsitzenden des Verbandsschiedsrichterausschusses nach.

SR-Aktuell: Michael, welche Vorteile ergeben sich durch Social Media und die steigende Bedeutung des Internets für das Schiedsrichterwesen?

Michael Liedtke: Das Internet und der andere neumodische Kram ist aus der heutigen Zeit nicht wegzudenken. Selbst ich habe unter anderem inzwischen WhatsApp installiert und nutze es. Wenn ich bedenke, welche Entrüstung und Aufschreie es gab, als DFBnet eingeführt wurde? Heute ist es ein erfreulich gut angenommenes Medium, welches schnell und arbeitserleichternd sowie kostensenkend akzeptiert ist.

SR-Aktuell: Wie kann es zu Problemen kommen? Welche Gefahren gibt es?

Michael Liedtke: Gefahren sind dann vorhanden, wenn jemand nicht verantwortungsbewusst damit umgeht. Schiedsrichter werden leider inzwischen vermehrt via Facebook beleidigt und bedroht. Der VSA sieht dies mit Sorge, wird aber – soweit Kenntnis erlangt wird – diese Vorfälle weiter verfolgen und unter anderem den Sportrechtsinstanzen zur Ahndung vorlegen. Auf Anfeindungen dürfen wir keinesfalls reagieren, sondern den Vorgang dem KSA oder VSA melden.

SR-Aktuell: Viele Kreise repräsentieren sich auf eigenen Homepages. Sollte man das weiter ausweiten?

Michael Liedtke: Jeder Kreis sollte eine eigene Homepage haben. Dort sollte die SR-Vereinigung verlinkt sein. Wünschenswert sind dann dort sachliche Informationen für alle Schiedsrichter des Kreises bzw. interessierte Dritte. Bei einem Besuch der jeweiligen Homepages sind deutliche Unterschiede vorhanden. Da lässt sich manchmal noch etwas Kreativität entwickeln.

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Die neue Schiedsrichter-Aktuell

Die neue Schiedsrichter-Aktuell

Seit heute geht Schiedsrichter-Aktuell einen neuen Weg: weg von dem statischen PDF-Format hin zu einem dynamischen und Interaktion ermöglichenden Online-Magazin. Unter www.schiedsrichter-aktuell.de werden nun über den ganzen Monat verteilt Nachrichten, Geschichten und Entwicklungen im Schiedsrichterwesen behandelt.

Das Redaktionsteam rund um David Hennig, Öffentlichkeitsmitarbeiter des Verbandsschiedsichterausschusses, will mit dem neuen Konzept die Aktualität fördern. „Gerade im vergangenen Jahr war es schwierig, die monatliche Folge der Ausgaben einzuhalten. Ausgaben im Abstand von drei Monaten sind nicht sonderlich aktuell“, sagt Hennig. Darüber hinaus werden auch die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken verstärkt.  „Wir waren uns im Klaren, dass wir dadurch eine etablierte „Marke“ stark verändern“, äußerte Hennig die Bedenken. Besonders die Umstellung für „ältere“ Leser könnte schwer fallen.

Vorteile überwiegen: Bessere Verzahnung mit sozialen Netzwerken

Jedoch biete, so Hennig, die neue Form durch die stärkere Verzahnung mit den sozialen Netzwerken das Potenzial, eine breitere Gruppe zu erreichen. „Mit über 530 Fans und mehr als 1.000 Freunden auf Facebook haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um uns mit den Schiedsrichtern in Westfalen auszutauschen. Kommunikation ist im Web 2.0 schließlich keine Einbahnstraße“, sagt der Öffentlichkeitsmitarbeiter, der die letzten 50 Ausgaben federführend betreute.

Neu: Newsletter im Zweiwochen-Takt

Darüber hinaus wird es einen zweiwöchentlichen Newsletter per E-Mail geben, der die aktuellen Beiträge auf schiedsrichter-aktuell.de anteasert. „So verpasst kein Leser mehr Neuigkeiten auf der Seite“, sagte Hennig. Aber auch die bekannten Facebook-Kanäle (SR-Aktuell Redaktion & SR-Aktuell Fanpage) sowie der neue Twitter-Kanal (@schiri_aktuell) werden die Schiedsrichter in Westfalen zukünftig noch stärker auf dem Laufenden halten.

Eine Plattform für alle Kreise

„Jedoch ändert sich nichts daran, dass wir auf die zeitnahen Mitteilungen aus den einzelnen Kreisen angewiesen sind“, bittet Hennig um verstärkte Mitarbeit. „Es finden in Westfalen so viele tolle Aktionen im Schiedsrichterwesen statt, aber niemand erfährt etwas darüber. Das ist schade“, sagte Hennig. Dem soll die neue Plattfom und die bessere Vernetzung der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Mitarbeiter in den Kreisen Abhilfe schaffen.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Dem heimlichen Aufsteiger der letzten Jahre im Schiedsrichterwesen zu gratulieren ist unmöglich – denn es ist keine Person. Das Internet nämlich, mit all seinen Facetten sowie Vor- und Nachteilen ist heutzutage nicht mehr wegzudenken und gehört zum normalen Schiedsrichter-Alltag dazu.

Ein Leben im Jahre 2013 ohne Internet? Das ist nahezu undenkbar. Das Dasein als Referee wird heute massiv erleichtert und bietet viele neue Perspektiven. Parallel dazu gewinnt das sogenannte Social Media (Medien wie Facebook, Twitter etc.) immer mehr an Bedeutung. Mit 1,11 Milliarden Mitgliedern ist Facebook die mit Abstand größte Plattform im Bereich des Social Media. Schiedsrichter haben die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und/oder abzusprechen. Plötzlich sind riesige Entfernungen im Verband weniger von Bedeutung, da man die Gelegenheit hat, intensiv zu kommunizieren.

Facebook-Gruppen erleichtern das Miteinander

Zwei auf der Facebook-Plattform für Unparteiische des FLVW privat gegründete Gruppen machen dabei besonders auf sich aufmerksam. Die Gruppe „DFB-SR-Ansetzung“ zählt aktuell 153 Mitglieder und wächst in regelmäßigen Abständen. “ Die Gruppe dient dem Austausch sowie der Kameradschaft der Schiedsrichterfamilie“, erklärt Julian Hahn, überkreislich aktiver Schiedsrichter aus dem Kreis Bochum, der die Gruppe verwaltet. „Durch die Anzahl der Anfragen, um der Gruppe beizutreten, nehme ich das Interesse wahr und sehe dies als positives Feedback.“ Jedes Mitglied kann in diese Gruppe seinen Spielauftrag für das kommende Wochenende veröffentlichen und dem geneigten Beobachter ein geordnetes Gruppenbild über die Ansetzungen verschaffen.

Von Kreisliga bis zur Junioren-Bundesliga ist in der Gruppe nahezu jede Spielklasse vertreten. Ich finde es sehr wichtig, dass man sich als Schiedsrichter mal über die bevorstehenden Spiele austauschen kann“, so Hahn. Der Arbeitsaufwand halte sich in einem überschaubaren Rahmen – was nicht zuletzt daran liegt, dass der Bochumer die Gruppe gerne verwaltet. Dabei sind nicht nur aktive Refeeres Mitglieder der Gruppe. Auch Beobachter und Lehrwarte tummeln bzw. tummelten sich eine Zeit lang darin.

Gruppen wachsen kontinuierlich

Nebenbei führt Julian Hahn auch die Gruppe „FLVW-Schiedsrichter“, deren Mitgliederzahl derzeit bei 427 liegt. Nahezu täglich stellen Schiedsrichter aus dem gesamten Verband bei Problemen Fragen, die im Handumdrehen beantwortet werden. Zusätzlich dient die Gruppe auf informativer Ebene – über wichtige Ereignisse in den einzelnen Kreisen. Auch die Fanpage von SR-Aktuell wächst kontinuierlich und zählt mittlerweile 532 Fans. Auch die Zahl der Freunde der SR-Aktuell-Redaktion kann sich sehen lassen: 1.018. Hier steht die Information über Themen aus dem Schiedsrichterwesen im Vordergrund – und nicht nur aus Westfalen. „Es ist eine tolle Möglichkeit, schnell und unkompliziert die Schiedsrichter in Westfalen zu informieren“, sagt David Hennig, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit des Verbandsschiedsrichterausschusses. Die Verzahnung vom Online-Magazin Schiedsrichter-Aktuell und den Mitgliedern in den sozialen Netzwerken sei eine Win-Win-Situation. „Häufig stoße ich hier auf interessante News aus den Kreisen oder spannende Geschichten von einzelnen Schiedsrichtern“, sagt Hennig.

Viele Kreise des Verbandes haben auch eine eigene Facebook-Seite oder -Gruppe erstellt, die die Besucher regelmäßig mit neuen Informationen versorgt. Die Plattform der Schiedsrichtervereinigung Herne beispielsweise hat derzeit 240 „Gefällt mir-Angaben“, zu denen auch einige Spieler, Vereinsfunktionäre und Pressevertreter zählen. Aber auch die Kreise Bochum, Münster, Ahaus-Coesfeld, Steinfurt und Höxter – um nur einige zu nennen – haben größtenteils geschlossene Gruppen gegründet, in denen ein reger Austausch stattfindet. Neben einer Plattform im Bereich des Social Media betreiben die meisten Kreise auch eine eigene Homepage, auch wenn das Feld der reinen und aktuellen Schiedsrichterpräsenzen noch überschaubar ist. Viel Arbeit für den Webmaster, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen, sollte man meinen. „Es ist schön, wenn man den eigenen Kreis und sich als Schiedsrichter-Gemeinschaft repräsentieren kann“, so Boris Bejmowicz, Obmann im Kreis Herne.

Neben Chancen auch Risiken

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Immer wieder laufen die Schiedsrichter in Gefahr, sich über öffentliche Netzwerke selbst angreifbar zu machen. Getrost nach dem Motto „manchmal ist weniger mehr“ ist es für die Referees womöglich besser, Aktivitäten in solchen Netzwerken zu reduzieren. Aber auch dann ist und bleibt man nicht geschützt. Selbst vor Beleidigungen und Bedrohungen via eines sozialen Netzwerkes machen Spieler, die mit Entscheidungen der Referees nicht einverstanden sind, keinen Halt. Erst kürzlich wurde ein Spieler von ETuS/DJK Schwerte für drei Monate gesperrt, nachdem er einen Schiedsrichter Stunden nach dem Spiel verbal attackierte. „Wir Schiedsrichter sollten uns unbedingt bei Veröffentlichungen sehr zurück halten und uns nicht angreifbar machen“ mahnt Michael Liedtke, Verbands-Obmann des FLVW. „Neutralität in jeglicher Hinsicht ist sehr wichtig.“

Das DFB-Net – unscheinbar, aber genial

Auch wenn es nicht originär in den Bereich der sozialen Netzwerke spielt: Papierspielberichte sind schon lange Vergangenheit, die Digitalisierung ist auch hinsichtlich der organisatorischen Aufgaben des Schiedsrichters bereits erfolgt. Woche für Woche, Spiel für Spiel wird das DFB-Net genutzt, das Vereinsverantwortlichen, Schiedsrichtern, Staffelleitern und Journalisten eine Menge Arbeit abnimmt. Der Stellenwert des Portals ist unbestritten – und bricht es mal zusammen, kommt die Situation auf den meisten Sportplätzen totaler Anarchie gleich.

Ein Interview zu dem Thema mit dem Vorsitzenden des VSA findet Ihr hier: Drei Fragen an Michael Liedtke

„Ein großer, virtueller Stammtisch“

„Ein großer, virtueller Stammtisch“

Social Media hat längst Einzug in den Sport gehalten. Auch Schiedsrichter(-leistungen) sind immer häufiger Thema in sozialen Medien. David Nienhaus, Sportjournalist für derwesten.de und Social Media-Experte, stellte sich für Schiedsrichter-Aktuell den Fragen von David Hennig.

SR-Aktuell: Herr Nienhaus, wie häufig und wann wird der Schiedsrichter zum Thema in der Onlinegemeinde? Wie werden Schiedsrichter wahrgenommen?

David Nienhaus: Schiedsrichter sind immer dann ein Thema, wenn es strittige Entscheidungen gibt. Da verhalten sich Twitter und Facebook wie ein großer, virtueller Stammtisch, an dem alle durcheinanderreden, diskutieren, aber auch ganz unreflektiert und ohne nachzudenken ihre Meinung raushauen. Das liest sich nicht immer gut und geht häufig auch unter die Gürtellinie. Aber ich glaube, dass das auch nicht zu kontrollieren ist – von wem auch. Negative Meinungen gibt es in den Fankurven, in den Kneipen und daheim vor dem Fernseher. Ich freue mich immer, wenn bei Twitter die Kollegen von @collinaserben aktiv werden, mit diskutieren, eine Lanze für die Unparteiischen brechen und ein paar Tage später in ihrem Podcast die Dinge noch mal ruhig und sachlich, mit großem Wissen erklären.

SR-Aktuell: Im Profibereich gibt es zig Zeitlupen pro kritischer Szene. Bei dem „Phantomtor“ von Kießling brauchte der Zuschauer lediglich eine – was Dr. Felix Brych natürlich auf dem Feld nicht geholfen hat. Werden Schiedsrichterentscheidungen durch die sozialen Medien heute stärker diskutiert als früher oder verlagert sich das Ganze nur vom Stammtisch ins Internet?



David Nienhaus: Ich glaube nicht, dass sich das verlagert. An den Stammtischen dieser Welt wird natürlich weiterhin vorzüglich über die Bundesliga-Spiele mit all ihren Facetten diskutiert. Die sozialen Medien ergänzen das. Aber ich glaube, dass sich die Diskussionskultur durch das angesprochene „Zeitlupenwissen“ verändert hat. Tausend Perspektiven, 3D-Analysen, Abseitslinien und, und, und… führen natürlich dazu, dass der Fan Fehlentscheidungen viel weniger akzeptiert oder sich häufiger und schneller darüber auslässt. Das passiert dann auf dem Second Screen vor dem Fernseher. Im Stadion ist Twitter und Facebook nicht wirklich relevant, weil es dafür noch gar nicht die entsprechende Technik gibt. Stichwort: Mobilfunknetz in den Arenen. Aber das wird auch kommen.

SR-Aktuell: Sie twitterten damals zur Euro 2012: „Torrichter. Der moderne Vollpfosten.“ Eine ebenfalls durchaus kritische Äußerung, oder?

David Nienhaus: Ja, klar. Ich bin ja nicht nur Journalist, sondern auch Fußballfan. In diesem Fall war es mal wieder eine Szene, in der ich mich über den Torrichter geärgert habe. Meiner Meinung nach eine ähnlich überflüssige Erfindung wie die Badewanne mit Tür. Den Torrichter, der bei dieser Partie zwischen England und der Ukraine im Dienst war, wollte ich natürlich nicht beleidigen. Ich wollte damit kundtun, dass ich die Torrichter für überflüssig halte. In all den Spielen, die ich gesehen habe, kann ich an einer Hand abzählen, wann ein Torrichter wirklich aktiv und gut in eine Szene eingegriffen hat.

SR-Aktuell: Gut, aber wann wird für Sie eine Grenze überschritten? Und wie reagieren Sie wenn dies passiert?

David Nienhaus: Grenzen werden immer dann überschritten, wenn Persönlichkeitsrechte angegangen werden. Tweets unter der Gürtellinie sind nicht zu verhindern, auch wenn ich diese persönlich natürlich nicht gerne lese. Aber sobald es in wüste Beschimpfungen übergeht, mische ich mich auch ein. Häufig kochen die Emotionen aber so hoch, dass auch das nichts bringt.

SR-Aktuell: Ich habe den Eindruck, dass es auf den Twitter-Kanälen noch gesitteter zugeht als auf anderen Web 2.0-Plattformen, wie beispielsweise Facebook, Fanforen oder Blogs auf den Vereinshomepages. Wie sehen Sie dies im Vergleich?


David Nienhaus: Das kann ich unterschreiben. Warum das so ist, müsste man mal untersuchen – wahrscheinlich wurde es das auch schon und ich habe es nur noch nicht gelesen. Ich glaube, dass das auch mit der Diskussionsstruktur zu tun hat. Bei Facebook oder auf Blogs stehen die Kommentare untereinander, es ist angerichtet, sich gegenseitig hochzuschaukeln. Bei Twitter verläuft es sich etwas mehr.

SR-Aktuell: Sinkt durch die scheinbare Anonymität bei einigen Usern die Hemmschwelle?

David Nienhaus: Das wird der Social-Media-Szene immer vorgeworfen, die Debatte ist so neu, wie sie alt ist und ist ein gängiger Reflex in dieser Diskussion. Natürlich schützt ein anonymer Account davor, sein Gesicht zu zeigen, wirklich anonym ist man aber doch nie unterwegs. Der Kommentarbereich auf Portalen ist kein rechtsfreier Raum, ebenso wenig wie der Social-Media-Bereich. Und: Wenn ich bei Twitter von einem Leser meiner Artikel beschimpft werde, ohne eine Möglichkeit zu haben, mit ihm in Kontakt zu treten, ohne zu wissen wer er ist, ist für mich die Motivation auch gering, auf diese Kritik einzugehen.

SR-Aktuell: Seit einiger Zeit häufen sich die Fälle, in denen Spieler im Amateurbereich für Äußerungen und Beleidigungen gegen Schiedsrichter in den sozialen Medien auch zur Rechenschaft gezogen werden, Geldstrafen und Sperren erhalten. Wird das eine Wirkung erzielen oder werden solche Fälle vielleicht sogar noch zunehmen?




David Nienhaus: Das ist für mich schwer zu beantworten, weil ich mich in dem Bereich nicht so zuhause fühle. Aber wenn es im Lokalsport den Protagonisten ans Geld geht, kann das schon Wirkung zeigen. Das leite ich jetzt einfach mal logisch her. Allerdings ist die Anzahl derer, die explizit zu einem Lokalspiel diskutieren und dort auf offene Diskussionsohren stoßen im Vergleich zur großen Fußball-Bühne Bundesliga natürlich wesentlich geringer. Schiedsrichter zu beschimpfen oder zu beleidigen gehört sich aber weder im Profisport noch im Amateurbereich.

 

Zur Person

Sportjournalist David Nienhaus twittert für derwesten.de | Foto: @ruhrpoet
Sportjournalist David Nienhaus twittert für derwesten.de | Foto: @ruhrpoet

David Nienhaus ist 35 Jahre alt, Buchautor und Sportjournalist bei WAZ.de, dem Online-Portal der FUNKE Mediengruppe. Für seine Social-Media-Aktivitäten unter @ruhrpoet und @sportgeschichte wurde er 2013 mit dem SPORTBILD-Award für Journalisten ausgezeichnet. Er bloggt unter www.DasSportWort.de. Der Journalist spricht lieber über halb volle Gläser und sieht deshalb im Social-Media-Bereich mehr Chancen als Risiken in der Sportwelt. Doch Risiken gäbe es natürlich auch: „Vor allem die Klubs haben Angst, ihre Informationshoheit zu verlieren, aber auch eine Nachricht, die im sozialen Netz verbreitet wird, muss erst mal gründlich gegengecheckt werden.“ Gerüchte zu streuen sei heutzutage viel einfacher, weil sie sich schneller verbreiten als früher. „Das birgt Gefahren für Vereine und Spieler, aber auch vor allem für Journalisten und die Medienwelt“, weiß Nienhaus.

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