Ausgeschiedene verabschiedet

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Am 26. Februar verabschiedete der Verbandsschiedsrichterausschuss in gemütlicher Runde zahlreiche verdiente Schiedsrichter, die nach der vergangenen Saison ihre aktive oder ehrenamtliche Tätigkeit beendet haben, im SportCentrum Kaiserau. Und auch der ehemalige Hauptamtler Gisbert Gondolf stattete den langjährigen Bekannten einen Besuch ab.

In zwangloser Runde wurden nicht nur alte Erinnerungen oder gemeinsame Erlebnisse ausgetauscht, sondern auch über aktuelle Probleme und Ereignisse im Schiedsrichterwesen diskutiert. Denn auch wenn keiner der Anwesenden noch aktiv auf dem Platz steht, sind sie weiterhin dem Schiedsrichterwesen eng verbunden: Ob in ehrenamtlicher Funktion, als Beobachter oder Berater. Das scheinbar untrennbare Duo Hans Voss und Peter Müller gaben zuletzt den Wochenlehrgang in jüngere Hände. Mit Thorsten Kinhöfer und Detlef Scheppe verabschiedeten sich zwei westfälische Top-Schiedsrichter von der großen Bundesligabühne. Zudem legten die beiden Verbandsschiedsrichter Boris Bejmowicz und Dennis Melsa die Pfeife beiseite.

 

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Der Unvollendete

Der Unvollendete

Es war der ständige Ehrgeiz, der Cetin Sevinc immer wieder antrieb. Der ihn motivierte, sich auch von großen Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Und der ihn zu eben dieser gestandenen Persönlichkeit macht, die er heute ist. Der langjährige Regionalliga-Schiedsrichter beendete im Sommer nach 16 Jahren seine aktive Laufbahn.

Ein Tag im Dezember 2009: Die Boulevardblätter unserer Zeit wittern einen weiteren Wettskandal im deutschen Fußball, medienintern glühen die Telefondrähte. Cetin Sevinc, Assistent in der 2. Fußball-Bundesliga aus dem Kreis Herne, steht unter Manipulationsverdacht. Der DFB belegt ihn mit einer sogenannten Schutzsperre, die ihn letztlich zu einer Pause von fast 14 Monaten zwingt. Der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht von „neuen Beweismitteln, die den Tatverdacht […] sehr stark erhöhen“. Sevinc beteuert monatelang seine Unschuld, ohne sich dabei selbst zu profilieren – und soll am Ende Recht behalten, als die Vorwürfe allesamt fallen gelassen werden. „Das war keine Genugtuung, sondern einfach Erleichterung“, erklärt Sevinc rückblickend.

img_0079-sevinc-800pxNach über 400 Tagen dann das Comeback. „Es war ein schönes Gefühl, zumal ich die Pause auch nicht allzu lang empfunden habe“, so Sevinc weiter, „deshalb war ich auch sofort mittendrin. Für mich war da kein neuer Lernprozess nötig.“ Ein freiwilliger Rückzug aus dem Schiedsrichterwesen kam für Sevinc nie in Frage. Viel zu groß waren Reiz und Antrieb, nach der Zwangspause wieder Vollgas zu geben. Sevinc: „Viele Leute haben hinter mir gestanden, mir den Rücken gestärkt. Ich wollte all diesen Leuten damit zeigen, dass sie das zurecht getan haben.“ Gesagt, getan: Der Waltroper kehrt zurück und agiert, als sei er nie etwas gewesen.

Der Zeitpunkt ist gekommen

Nach 16 Jahren erfolgt nun der freiwillige Rückzug aus dem Schiedsrichterwesen. Aus vielerlei Gründen: Sevinc ist Familienvater, baut derzeit ein kleines Heim für seine Lieben. Am Wochenende war er zuletzt viel unterwegs – für das Töchterchen blieb da weniger Zeit. „Der Zeitpunkt des Abschieds war mir sehr wichtig“, sagt Sevinc. „Ich wollte dann gehen, wenn es am schönsten ist.“

Der Zeitpunkt ist nun also gekommen, Sevinc hat diese Entscheidung reif durchdacht und schließlich auch ganz allein gefällt. „Nach einer sehr erfolgreichen Saison und nach Betrachtung meiner Perspektivlosigkeit fiel mir die Entscheidung nicht schwer.“ Durchaus paradox, dass Sevinc von Perspektivlosigkeit spricht – mit dem Sprung in die dritte Liga wollte es wohl einfach nicht klappen. Erfolgreich war die abgelaufene Saison allemal. In der Regionalliga pfiff Sevinc eine vorbildliche Serie. An der Seite von Sören Storks in Liga drei agierte er ebenfalls gewohnt souverän, für Storks stand letztlich gar der Aufstieg in die deutsche Zweitklassigkeit zu Buche.

IMG_5168Und trotzdem ist Cetin Sevinc mit seinem Werdegang mehr als zufrieden. „Es ist gut so, wie es ist“, sagt er überzeugt. In seinen Worten jedoch, und das merkt man recht deutlich, kommt auch etwas Wehmut mit. „Was in meiner Macht stand, habe ich getan, um das Maximum zu erreichen. Aber es wäre leistungstechnisch sicherlich noch einiges drin gwesen.“ Den Kampf gegen die unsinnigen Manipulationsvorwürfe hat Cetin Sevinc gewonnen. Der Kampf gegen die Medien allerdings ist für eine Einzelperson kaum zu stemmen. Wohin Sevinc‘ Weg ohne diese Anschuldigungen geführt hätte, lässt sich heute pauschal nicht sagen. Man wird allerdings das Gefühl nicht los, dass noch mehr drin gewesen wäre.

Sei’s drum. Cetin Sevinc blickt nach vorne. Aber auch gern zurück: Als gestandener Regionalliga-Schiedsrichter hat sich Sevinc auf den Sportanlagen in Westfalen einen Ruf als konsequenter, aber immer sachlicher Schiedsrichter erarbeitet. 16 Jahre lang war er aktiv, die Schutzsperre von 14 Monaten mit eingerechnet. Highlights gab es zahlreiche. In der jüngsten Vergangenheit etwa die durchaus hektische Regionalliga-Partie zwischen Aachen und Oberhausen (0:0), die der Sender „Sport1“ live im Free-TV übertragen hatte.

Volles Haus in Leipzig

IMG_5240Das absolute Sahnebonbon hingegen stammt aus der Saison 2013/2014: Die Drittliga-Partie im Zentralstadion zwischen Red Bull Leipzig und Darmstadt 98 (1:0) wollten 39.147 zahlende Zuschauer sehen – es war der 35. Spieltag, beide standen sich Kopf-an-Kopf im Aufstiegsrennen gegenüber. Cetin Sevinc war dabei, gemeinsam mit Fabian Maibaum an der Seite von Thorsten Kinhöfer. „Das war schon etwas Besonderes“, sagt Sevinc rückblickend fast schon etwas schüchtern.

Seine Ziele hat sich Sevinc immer selbst gesteckt. Ein Schritt nach dem Anderen. Und alles zu seiner Zeit. Sevinc konnte gut kicken, entschied sich letztlich trotzdem für den Weg als Schiedsrichter. „Als Spieler“, sagt Sevinc, „hätte ich es mit etwas Glück vielleicht bis in die Oberliga geschafft. Aber auf keinen Fall in die Regionalliga. Ich habe immer versucht, mich voll auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Was danach kommt, ist Bonus.“

Ein Rat, den Sevinc auch jungen Schiedsrichtern immer mit auf den Weg gibt. Ein weiterer: Niemals unterkriegen lassen. Und gerade das hat Cetin Sevinc eindrucksvoll vorgemacht.

Der letzte Pfiff

Der letzte Pfiff

Der westfälische Unparteiische Thorsten Kinhöfer beendete am letzten Bundesligaspieltag nach der Partie zwischen Bayern München und Mainz 05 seine aktive Laufbahn. Der 47-jährige Herner hat die Altersgrenze erreicht und musste nach 14 Jahren in der höchsten Spielklasse die DFB-Liste verlassen. SR-Aktuell-Autor David Hennig hat sich mit dem scheidenden Spitzenschiedsrichter über seinen Abschied, seine Karriere und seine zukünftigen Pläne unterhalten.

Herr Kinhöfer, auch wenn es nun mittlerweile mehr als 14 Jahre her ist: Können Sie sich noch an Ihr erstes Bundesliga-Spiel erinnern?

Thorsten Kinhöfer: Ich hatte meinen ersten Einsatz als eine Art „Test“ beim Spiel 1860 München gegen den VfL Wolfsburg im altehrwürdigen Olympiastadion. Damals war ich noch kein Bundesliga-Schiedsrichter. Erst in der Saison darauf wurde ich für meine guten Leistungen mit dem Aufstieg in die Bundesliga belohnt.

Wo Sie dann 14 Jahre aktiv waren. Jetzt schloss sich in München der Kreis. Was war das für ein Gefühl, das letzte Mal auf dem Platz zu stehen?

Kinhöfer: Ich habe mir im Vorfeld gedacht: Genieß es! Aber das war leicht gesagt. Es war – auch wenn es für beide Mannschaften um nichts mehr ging – ein Bundesligaspiel, in dem ich mir als Schiedsrichter keinen Fehler erlauben durfte. So konnte ich vielleicht die letzten zwei bis drei Minuten ein bisschen genießen. Auch wenn es ein komisches Gefühl war, die Sekunden auf der Uhr ablaufen zu sehen.

Wieso?

Kinhöfer: Als die Sekunden runter zählten wurde mir erst so richtig bewusst, was für eine tolle Zeit ich hatte und was nun Geschichte ist. In der kurzen Zeit vor dem Abpfiff konnte ich diese vielen schönen Momente Revue passieren lassen. Der letzte Pfiff nach 21 Jahren im DFB-Bereich war ein sehr trauriger Moment. Da habe ich mir kurz gewünscht, die Zeit anhalten zu können. Aber das Leben geht zum Glück immer weiter.

Was bedeutet es eigentlich so lange auf höchstem Niveau zu pfeifen?

Kinhöfer: Es war ein Lernprozess. Der Job als Schiedsrichter im bezahlten Fußball bringt jeden persönlich weiter – egal ob im Sportlichen, Privaten oder im Beruflichen. Man lernt, mit 22 verschiedenen Charakteren umzugehen – und der Druck der Medien ist natürlich gerade in der Bundesliga enorm. Manchmal steht der Schiedsrichter im Mittelpunkt, obwohl er gar nichts dafür kann. Damit muss man sich auseinandersetzen. Das ist nicht angenehm, aber wenn ich zurückblicke, möchte ich nicht eine Sekunde davon missen.

Wenn Sie nun den Thorsten Kinhöfer aus dem ersten Spiel mit dem Schiedsrichter nach über 200 Bundesligapartien vergleichen: Was hat sich verändert?

Kinhöfer: Ich kann nur sagen, dass ich am Ende meiner Karriere viel souveräner und gelassener an die Sache herangegangen bin als damals. Mittlerweile konnte ich die Sache von oben herab betrachten. Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen überheblich oder arrogant an – aber mit mehr als 200 Bundesliga- Spielen hat man einen ganz anderen Blick als ein Neuling in dieser Spielklasse. Am Anfang muss man sich die Meriten erst verdienen. Ich vergleiche das gerne mit einem neuen Lehrer, der in die Klasse kommt: Da versuchen die Kinder, dem Lehrer auf dem Kopf herumzutanzen. Sie wollen testen, wie weit sie gehen können. Bei uns wissen die Mannschaften mittlerweile, wo die Grenzen sind und damit können auch wir leichter umgehen.

Sie müssen keine Namen nennen – aber können Sie sich noch an Dialoge oder Situationen mit Spielern erinnern, die Sie im Nachhinein zum Schmunzeln gebracht haben?

Kinhöfer: Mir sagte mal ein Spieler, dass er die fünfte Gelbe Karte haben möchte. Da habe ich natürlich gefragt: „warum?“ Er hatte keine Lust, zum Auswärtsspiel mitzufahren, weil es ihm zu weit war. Dann habe ich ihn nur gebeten, dass er keinen umhauen soll, sondern den Ball nach dem Pfiff lieber irgendwohin schlägt. Und wenn er dann den Ball wegschlägt, dann bleibt mir ja nichts anderes übrig – aber das kann ich dann auch mit einem Lächeln begleiten. Da gibt es sicherlich noch unzählige weitere Wortgefechte mit Spielern, bei denen ich hinterher gedacht habe: Das war nun spaßig. Es gibt natürlich Spielertypen, mit denen man das machen kann – aber es gibt auch andere Spieler, mit denen das nicht funktioniert. Als Schiedsrichter muss ich nur wissen, mit wem ich das machen kann. Mir waren Spieler immer am liebsten, die mit offenem Visier gespielt haben.

Sie haben viel erlebt und waren viel unterwegs. Können Sie sich ein Wochenende ohne Fußball und Hotelübernachtungen überhaupt noch vorstellen?

Kinhöfer: Es wird schon schwierig. Ich freue mich zwar immer, wenn eine Saison vorbei ist, weil der Akku dann auch leer ist. Aber ich freue mich auch immer, wenn die Saison im August wieder losgeht. Nur in diesem Jahr wird dies nicht passieren. Wie die Zeit dann wird, wird sich zeigen. Ich denke, ich habe genügend Hobbys, denen ich frönen kann. Aber nach 21 Jahren ist das ein Abschied, der sicherlich schwerfällt – oder wunderbar sein wird. Aber das wird die Zukunft zeigen.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Kinhöfer: Mir werden meine Assistenten fehlen, die ich gar nicht mehr oder nur noch ganz selten sehen werde. Da haben sich mit den Jahren durch ganz Deutschland Freundschaften entwickelt. Ob Detlef Scheppe, der bereits im vergangenen Jahr aufgehört hat, Christian Fischer oder auch Freddy Assmuth – das sind Personen, die mir ans Herz gewachsen sind. Die ernsthaften Gespräche, aber auch der Spaß auf den Fahrten und auf den Lehrgängen, werde ich schon vermissen. Und natürlich die ganze Atmosphäre in den tollen Stadien, dieses „positive Stressgefühl“, wenn man als Schiedsrichter die Verantwortung für ein Bundesliga-Spiel trägt – einfach dieses unbeschreibliche Feeling als Bundesliga-Referee.

Gibt es schon konkrete Überlegungen für den Schiedsrichter- Ruhestand?

Ich konnte mich ja auf das Karriereende vorbereiten. Nach der Saison beginnt ein neuer Lebensabschnitt, dem ich mich stellen werde. Ich selbst werde dem Fußball erhalten bleiben, in welcher Funktion auch immer. Aber das muss erst einmal wohl überlegt sein.

Ehrung für „Scheppes“

Ehrung für „Scheppes“

Eine Ehrung der besonderen Art erlebten am vergangenen Samstag die westfälischen Lehrwarte im Rahmen ihrer jährlichen Tagung: Der Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) holte im Zuge dieser Veranstaltung die Ehrung von Detlef Scheppe zum Schiedsrichter des Jahres 2013 nach.

„Wir würdigen damit Detlefs langjährige herausragende Leistungen“, erklärte der Vorsitzende des VSA, Michael Liedtke. In seinen 18 Jahren im deutschen Profifußball machte sich Detlef Scheppe insbesondere einen Namen als Schiedsrichter-Assistent. Allein in der Fußball-Bundesliga stand er 251 Spiele an der Seitenlinie und war 51 Begegnungen als Vierter Offizieller im Einsatz. „Detlef ist ein absoluter Teamplayer, der immer den gemeinsamen Erfolg des Schiedsrichter-Teams in den Vordergrund gestellt hat“, lobte Michael Liedtke den ehemaligen FIFA -Assistenten.

Zwischenzeitlich hat „Scheppes“ seine Karriere im Profifußball beendet und fand im Anschluss an die Auszeichnung offene Worte zu seinem letzten Jahr im bezahlten Fußball. „Ich verstehe den Titel „Schiedsrichter des Jahres 2013“ nicht unbedingt als Auszeichnung für die Leistungen in diesem Jahr. Die waren nämlich nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Es ist vielmehr eine Auszeichnung für 18 Jahre Profifußball“, erklärte der 46-jährige Schiedsrichter im Dienste des SV Rothemühle.

Detlef Scheppe erinnerte an die vergangene Saison, in der er leider zweimal die Schattenseite des Schiedsrichterdaseins kennenlernte. Nach einem nicht gegebenen Tor am ersten Spieltag in Hoffenheim sowie nach einem Abseitstor in Hannover kurz vor der Winterpause geriet der langjährige Schiedsrichter-Assistent im Team von Thorsten Kinhöfer in den medialen Fokus. Mitgründe für seinen freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga. „Es gibt Momente im Leben, da gibt es ein Zeichen vom Himmel und dann weiß man, was man tun muss. Seit dem Hannover-Spiel hatte es mir keinen Spaß mehr gemacht, die Tasche für ein Spiel zu packen. Das war für mich der Indikator, um zu sagen: ‚Ich höre auf‘.“

Die Entscheidung bereut Detlef Scheppe bis heute nicht. Auch wenn er zugibt, am Vorabend der Lehrwartetagung sehr wehmütig gewesen zu sein, als er sich das Eröffnungsspiel der Bundesliga nur vom Fernsehsessel angeschaut hatte – ohne das Gefühl, ein Teil des Ganzes zu sein. Dennoch bleiben die positiven Erinnerungen an seine Profilaufbahn besonders stark hängen. „Toto, Fischi und ich – wir waren ein Weltklassegespann, das die westfälischen Farben positiv nach außen getragen hat. In der Szene galten wir immer als Team mit dem meisten Spaß bei höchster Professionalität“, erklärte Detlef und erinnerte unter anderem an das Pokalendspiel zwischen Bayern München und dem SV Werder Bremen im Jahr 2010, das dem Trio sehr gute Bewertungen eingebracht hatte.

Wie besonders das Verhältnis zwischen „Scheppes“, „Toto“ und „Fischi“ ist zeigt auch ein Blick in die Statistik: Über 200mal waren die beiden Westfalen bei Spieleinsätzen gemeinsam in einem Schiedsrichterteam – national wie international, mit Christian Fischer insgesamt 111 Einsätze. Die Drei verbindet mittlerweile mehr als nur die gemeinsame Zeit in den deutschen Fußballstadien. „Wir gehen sportlich nun getrennte Wege, aber nicht privat“, hatte Detlef Scheppe zu Thorsten Kinhöfer nach seinem Rückzug gesagt. Dass dies nicht nur eine Floskel ist, sondern auch mit Leben gefüllt wird, zeigte sich bereits am Samstag der Ehrung. Detlef Scheppe musste die Tagung frühzeitig verlassen. Er war vom Schiedsrichter-Team um Thorsten Kinhöfer und Christian Fischer nach Berlin eingeladen worden, denn der 46-jährige Herner leitete dort sein 200. Bundesligaspiel.

Kinhöfer macht die 200 voll

Kinhöfer macht die 200 voll

Für den westfälischen DFB-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer steht an diesem Samstag in der Hauptstadt ein ganz besonderes Jubiläum an: Der 46-jährige Herner leitet am ersten Spieltag der Saison 2014/2015 mit der Begegnung zwischen Hertha BSC und Werder Bremen bereits das 200. Bundesligaspiel. Kinhöfer ist seit 2002 in der Bundesliga aktiv, war von 2006 bis 2013 als FIFA-Schiedsrichter auch international unterwegs.

Der Schiedsrichter mit den meisten Bundesligaeinsätzen ist der nicht mehr aktive Dr. Markus Merk (Kaiserslautern) mit 339 Spielen. Von den noch aktiven Schiedsrichtern hat Wolfgang Stark (Ergolding) mit 292 Bundesligaspielen die meisten Einsätze im deutschen Fußballoberhaus absolviert.

Kinhöfer leitet Pokalhalbfinale

Kinhöfer leitet Pokalhalbfinale

Im zweiten Halbfinale des DFB-Pokals sind am heutigen Abend zwei Westfalen im Einsatz: Das Spiel zwischen Meister FC Bayern Münschen und dem 1. FC Kaiserslautern (20.30 Uhr, live in der ARD) steht unter der Leitung des Herner DFB-Schiedsrichters Thorsten Kinhöfer und seinem Hemeraner Assistenten Christian Fischer. In der Allianzarena werden Kinhöfer zudem Matthias Anklam als weiterer Assistent und Markus Schmidt als Vierter Offizieller zur Seite stehen. Für Kinhöfer ist es der dritte Einsatz in der laufenden Pokalrunde. Neben der Partie SC Freiburg gegen Bayer 04 Leverkusen (1:2) leitete Kinhöfer auch die Begegnung zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC Berlin (3:1).

 

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